Evensong & Folk Songs and Ballads of Olde England
Erst lässt Gela Birckenstaedt den Samstag ausklingen mit Musik von Tallis und Purcell für den anglikanischen Evening Service. Danach geht es auf einen Streifzug durchs alte englische Lied- und Balladenrepertoire: mit Highlights wie Greensleeves und Scarborough Faire.
- Sendehinweis: Vesper | 15. August 2026, 17.04 - 19.00 Uhr | WDR3
Vesper I
17:04 - 17:45 Uhr
Evensong
Der Evensong ist in den letzten Jahrzehnten in Deutschland immer beliebter geworden: als besinnlicher Wochenabschluss mit rund einer Stunde geistlicher Chormusik. Seinen Ursprung hat er in Großbritannien, wo er seit Jahrhunderten gepflegt wird und das musikalische Pendant zum Evening Prayer darstellt, dem Abendgebet der Anglikanischen Kirche. Seit dem späten 16. Jahrhundert sind unzählige Stücke für den Evensong entstanden. Die Texte sind englisch und folgen der Ordnung des Book of Common Prayer. Psalmvertonungen wie Henry Purcells 'O sing unto the Lord' gehören dazu. Außerdem der obligatorische 'Evening Service', etwa in der Vertonung von Charles Villiers Stanford.
Von Gela Birckenstaedt
Die Musikstücke zur Sendung
Richard Farrant
Lord, for Thy tender mercy's sake
The King's Singers
2'12''
Henry Purcell
O sing unto the Lord , Z 44
Orpheus Britanicus
Trinity College Chapel Choir, Cambridge
Leitung: Andrew Arthur
12'24''
John Blow
Voluntary C-dur
Andrea Marcon, Orgel
5'54''
Charles Villiers Stanford
Evening Service G-Dur, op. 81
Carolyn Sampson, Sopran
David Wilson-Johnson, Bass
The King's Consort
Choir of the King's Consort
Leitung: Robert King
8'09''
Thomas Tallis
Te lucis ante terminum (Hymnus)
The Gesualdo Six
Leitung: Owain Park
2'30''
Vesper II
18:04 - 19:00 Uhr
Folk Songs and Ballads of Olde England
'Scarborough Faire' − das klingt nach dem Folk-Rock-Duo Simon & Garfunkel und den 1970er Jahren. Tatsächlich ist 'Scarborough Faire' ein Jahrhundertealtes englisches Volkslied. Ähnlich 'Greensleeves': Als musikalischer Dauerbrenner zieht dieses Liebeslied die Menschen seit dem 16. Jahrhundert in seinen Bann − wie so viele Lieder und Balladen aus dem alten England. Darunter das makaber-spöttische Trinklied John Barleycorn, nachdem so mancher englischer Pub benannt ist. Oder die Ballade 'The three Ravens' über einen toten Ritter, der von seiner schwangeren Geliebten begraben wird.
Von Gela Birckenstaedt
Die Musikstücke zur Sendung
Anonymus
Sumer is icumen in (Kanon)
Huelgas Ensemble
Leitung: Paul van Nevel
2'35''
Anonymus
Greensleeves
Zachary Wilder, Tenor
Mathilde Vialle, Viola da gamba
Thibaut Roussel, Laute
Ronan Khalil, Virginal
5'00''
Anonymus
Go from my window
Fires of Love
3'12''
Anonymus/ Orlando Gibbons
Go from my window (instrumental)
Fretwork
4'55''
John Playford
Jamaica
(The Joviall Broome Man)
aus: The Dancing Master
The Playfords
5'32''
Anonymus
John Barleycorn
Quadriga Consort
Leitung: Nikolaus Newerkla
5'13''
Thomas Ravenscroft/ Henry Purcell
The three Ravens
Dorothee Mields, Sopran
Lautten Compagney Berlin
Leitung: Wolfgang Katschner
3'52''
Thomas Ravenscroft
The satyres dance
Lautten Compagney Berlin
Leitung: Wolfgang Katschner
1'33''
Anonymus/ Joseph Haydn
Barbara Allen, Hob XXXIa:11bis
Werner Güra, Tenor
Julia Schröder, Violine
Roel Dieltiens, Violoncello
Christoph Berner, Hammerklavier
5'31''
Anonymus
Scarborough Faire
Ensemble Phoenix Munich
Leitung: Joel Frederiksen
3'53''
Moderation: Gela Birckenstaedt
Redaktion: Susanne Rump