"Achtsamer Waldspaziergang" in Telgte

Wer möchte, kann auch die Schuhe ausziehen, um den Boden zu spüren. Wenn man barfuß geht, ist man aufmerksamer. Man setzt seine Füße mit Bedacht auf, konzentriert sich ganz aufs Gehen und das kann uns aus den Gedankenspiralen herauslösen, in denen wir als ständig denkende, analysierende Menschen allzu gerne stecken.

Sechs Personen stehen im Kreis im Wald

Während des achtsamen Waldspaziergangs stellt Angelika Lindner (zweite von links) immer wieder Aufgaben. Sie ermuntert uns zum Beispiel, mal genauer auf unsere Atmung zu achten und Schritte und Atmung aufeinander abzustimmen. Denn wer bewusst atmet, atmet tiefer und driftet nicht so leicht ab.

Während des achtsamen Waldspaziergangs stellt Angelika Lindner (zweite von links) immer wieder Aufgaben. Sie ermuntert uns zum Beispiel, mal genauer auf unsere Atmung zu achten und Schritte und Atmung aufeinander abzustimmen. Denn wer bewusst atmet, atmet tiefer und driftet nicht so leicht ab.

Eine andere Aufgabe ist es, die Landschaft einmal mit neuen Augen zu betrachten, auf Details zu achten. Dabei fallen einigen Teilnehmern die Kiefernzapfen auf, die in diesem Telgter Wald in großer Menge am Boden liegen und einen wunderbaren Duft verströmen.

Wer langsamer geht, sieht mehr: Etwa diese schöne Borke einer Kiefer. Man kann bei einem achtsamen Waldspaziergang Dinge sehen, die man noch nie gesehen hat, obwohl sie immer da sind. Dieses Aufmerksam-Sein holt uns in den gegenwärtigen Augenblick. Denn oft sind wir Menschen mit Dingen beschäftigt, die in der Zukunft oder in der Vergangenheit liegen.

Nach Passagen im dichten Wald führt uns Angelika Lindner in eine offene Heidelandschaft. Der Sandboden unter den Füßen ist weich und warm, die Heide fängt an zu blühen, die Weite tut gut und lädt viele Teilnehmer zum Schlendern ein.

Gewandert wird in Stille, niemand spricht, denn wenn man sich unterhält, widmet man dem Gesprächspartner schon wieder seine Aufmerksamkeit, statt sich mal auf den eigenen Rhythmus zu konzentrieren und in sich hineinzuhorchen.

Eine Frage, die Angelika Lindner während des achtsamen Waldspazierganges stellt, ist besonders spannend: Wie geht es mir eigentlich gerade in dieser Landschaft?

Stand: 21.08.2026, 12:00 Uhr