Couperin ist als Komponist für Cembalo und Orgel sowie für die Kammermusik in Frankreich ebenso bedeutend wie sein Zeitgenosse Johann Sebastian Bach in Deutschland. Unter dem Sonnenkönig Ludwig XIV. wird er 1693 königlicher Organist in Versailles und unter seinem Nachfolger Ludwig XV. Hofkammermusiker.
Couperin versucht, das Beste des italienischen und des französischen Stils seiner Zeit zu vereinen. Seine "Concerts royaux" sind kammermusikalische Stücke in kleiner Besetzung, mit denen er den älteren Ludwig XIV. am Sonntagnachmittag unterhält.
Seine 240 Charakterstücke tragen sprechende Namen wie "Les Baricades Mistérieuses", "La Triomphante" oder "La Galante". Auf die korrekte Ausführung der Verzierungen legt er großen Wert. In seinem Lehrwerk "L‘Art de toucher le Clavecin" gibt er dafür genaue Anweisungen.
Redaktion: Michael Rüger