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Hugo von Tschudi, zeitgenössisches Porträt

ZeitZeichen 07.02.1851 - Geburtstag von Hugo von Tschudi

Stand:

Wilhelm II. fühlte sich nicht mehr willkommen in seiner Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel, einen Steinwurf vom Schloss entfernt. Der Kaiser, der selbst gerne malte, zeichnete und Bauten entwarf, empfand den säulengeschmückten Kunsttempel eigentlich als seine ureigenste Domäne.

Von Ulrike Gondorf

Die deutsche Kunst sollte dort gefeiert werden und nationale Werte hochhalten: Familie, Heimatliebe, Patriotismus. Aber der Direktor, der dort 1896 die Leitung übernommen hatte, sah das alles ganz anders.

Der Schweizer Hugo von Tschudi brachte von seiner ersten Dienstreise nach Paris aufsehenerregende Bilder der modernen Maler Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir und  Paul Cezanne mit nach Berlin.

Es entbrannte ein erbitterter Meinungsstreit um die Kunst. Tschudi wurde vertrieben. Aber seine Ankäufe sind heute Herzstück und Höhepunkt der Sammlung der Alten Nationalgalerie.

Redaktion: Hildegard Schulte

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