In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog:
- warum mitten im Berliner Grunewald Waffen in geheimen Lagern vergraben werden,
- weshalb US-Soldaten sich in zivil unter die Berliner Bevölkerung mischen,
- ob eine geheime Spezialeinheit den Verlauf des Kalten Krieges hätte beeinflussen können.
Am 1. August 1956 gründet die US-Armee in West-Berlin die geheime Spezialeinheit Detachment-A. Ihre Mitglieder bereiten sich auf den Ernstfall eines Krieges zwischen NATO und Warschauer Pakt vor: Im Falle eines sowjetischen Angriffs sollen sie hinter den feindlichen Linien Bahnstrecken, Brücken und Wasserkanäle sabotieren.
Dafür legen sie in Berlin geheime Waffenlager an, üben konspiratives Arbeiten und tarnen sich als Zivilisten. Jahrzehntelang bleibt die Existenz der Einheit nahezu unbekannt – selbst befreundeten Geheimdiensten. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges wird bekannt, welche Rolle Detachment-A im Verteidigungsplan der USA für West-Berlin spielen sollte.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- James Stejskal, Militärhistoriker und Autor, Ex-Green-Beret, Ex-CIA, Ex-Detachment-A
- Erich Schmidt-Eenboom, Historiker, Journalist und Autor, spezialisiert auf Geheimdienste
- James Stejskal: Special Forces Berlin. Clandestine Cold War Operations of the U.S. Army’s Elite, 1956-1990. Philadelphia 2020
- Erich Schmidt-Eenboom und Ulrich Stoll: Die Partisanen der NATO. Stay-Behind-Organisationen in Deutschland 1946–1991, Berlin 2016
Weiterführende Links:
Unser Hörtipp:
- Podcast „Vor 33“: Was für eine Gesellschaft lässt zu, dass eine rechtsextreme Partei die Macht übernimmt? Der Podcast blickt in fünf Folgen zurück auf die Jahre vor 1933: auf eine Demokratie im Krisenmodus, in der sich Gewalt normalisiert und radikale Antworten immer attraktiver werden.
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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Martin Herzog
Redaktion: Matti Hesse