In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vratz:
- wie Wagner aus einer vagen Idee ein revolutionäres Festspielhaus entwickelt,
- welche technischen Neuerungen das Festspielhaus von anderen Bühnen unterscheiden,
- welche bekannten Musiker zur Premiere anreisen - und welche nicht,
- mit welcher Oper Wagner das Festspielhaus eröffnet,
- warum Adolf Hitler nach Wagners Tod Stammgast der Festspiele wird.
Im August 1876 herrscht in Bayreuth Ausnahmezustand. Die Kleinstadt mit ihren rund 14.000 Einwohnern empfängt Gäste aus ganz Europa. Neben Kaiser Wilhelm I. ist auch der König von Brasilien anwesend. Auf einem damals noch kahlen Hügel erhebt sich ein Theater, das eigens für Richard Wagners monumentalen "Ring des Nibelungen" gebaut worden ist.
Der Komponist verfolgt in Bayreuth eine Idee, die weit über eine gewöhnliche Opernaufführung hinausgeht. Musik, Bühne und Handlung sollen zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Die Urteile fallen nach der Premiere unterschiedlich aus, doch schon damals wird deutlich: Bayreuth ist mehr als ein Opernfestival.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Professor Stephan Mösch (Theaterwissenschaftler, Karlsruhe)
- Oswald Georg Bauer: Die Geschichte der Bayreuther Festspiele. Berlin 2016
- Stephan Mösch: Bayreuth als Theater - Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte. Kassel 2026
- Bernd Zegowitz (Hg.): Die ersten Bayreuther Festspiele 1876 - Eine Anthologie. Würzburg 2022
Weiterführende Links:
- Zeitzeichen: Grundsteinlegung für das Richard-Wagner-Festspielhaus
- Zeitzeichen: Uraufführung von Richard Wagners "Parsifal" in Bayreuth
- Zeitzeichen: Uraufführung von Wagners Oper "Lohengrin"
- Zeitzeichen: Geburtstag von Cosima Wagner
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Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christoph Vratz
Redaktion: Sefa Inci Suvak