In diesem Zeitzeichen erzählt Veronika Bock:
- wie der Tod von drei Kindern zwei Frauen dazu bringt, eine Friedensbewegung zu gründen,
- wie die "Peace People" Katholiken und Protestanten gemeinsam auf die Straße bringen,
- wie ihr Protest den Nordirlandkonflikt zwar verändert, ihn aber nicht beendet.
Am 10. August 1976 erschüttert ein tragischer Unfall Belfast: Ein flüchtendes IRA-Mitglied wird von britischen Soldaten erschossen, sein führerloses Auto rast in eine Familie. Drei Kinder sterben, ihre Mutter wird schwer verletzt. Das Unglück wird zum Wendepunkt.
Die Augenzeugin Betty Williams und Mairead Corrigan, die Tante der Kinder, rufen wenige Tage später zu einer Friedensdemonstration auf: Tausende katholische und protestantische Frauen folgen ihrem Appell. In den Wochen und Monaten danach schließen sich Hunderttausende Menschen den Friedensmärschen der "Peace People" an und setzen ein kraftvolles Zeichen gegen die Gewalt der "Troubles".
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Dr. Corinna Hauswedell (Friedens- und Konfliktforscherin)
- Professor Michael Rohrschneider (Professor für Geschichte der frühen Neuzeit, Leiter des Zentrums für historische Friedensforschung, Bonn)
- Bundeszentrale für politische Bildung: Konflikte und Kriege - Nordirland
- Auswärtiges Amt: Für Frieden auf der irischen Insel - 25 Jahre Karfreitagsabkommen (Abkommen von Belfast)
- RTÉ Archives: A Call For Peace In Derry 1972
Weiterführende Links:
- Zeitzeichen: Beginn der Unruhen in Nordirland (am 03.08.1969)
- Zeitzeichen: 16 Jahre unschuldig im Gefängnis: die "Birmingham Six"
- Zeitzeichen: Warum der Osteraufstand Irland geprägt hat
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Veronika Bock
Redaktion: Carolin Rückl und David Rother