Duisburgs Patrick Sussek jubelt nach seinem Ausgleichstreffer gegen den TSV Havelse

Weiter Spitzenreiter Duisburg gewinnt mit Last-Minute-Tor

Stand:

Der MSV kehrt im Spiel gegen den TSV Havelse auf Erfolgskurs zurück. Die Zebras hatten erst spät in die Partie gefunden.

Der MSV Duisburg schlägt den TSV Havelse mit 2:1. Für die Tore sorgten Donald Nduka (39.) Patrick Sussek (79.) und Dennis Duah (94.). Der MSV bleibt damit Taballenerster und verzeichnet nun fünf Siege an sechs Spieltagen.

Nachdem die Siegesserie des MSV ausgerechnet am Samstag im Derby gegen Fortuna Düsseldorf gebrochen worden war, brannten die Zebras in diesem Match der englischen Woche umso mehr darauf, zum Erfolgskurs zurückzukehren. Tatsächlich gelang es den Duisburgern zu Beginn auch, den Ball zu großen Teilen zu kontrollieren. Havelse lauerte auf Konterchancen, schaltete jedoch nicht schnell genug um, um diese gefährlich werden zu lassen. Gleichzeitig machten sie in der Defensive erfolgreich dicht, sehenswerte Torchancen blieben in der Anfangsphase des Spiels damit auf beiden Seiten aus.

Bitter früh verletzt vom Platz

Für einen Schrecken in den Reihen des MSV sorgte Außenverteidiger Joshua Bitter in der zehnten Spielminute. Er war bei der Landung nach einem Zweikampf in der Luft umgeknickt und lag nun am Boden. Nach erster Untersuchung auf dem Platz verließ Bitter das Feld, Niklas Jessen rückte für ihn nach. Welche Verletzung sich der 29-Jährigte zugezogen hat, ist bisher noch nicht klar.

Havelse mit starker Abwehrleistung

Nach einer halben Stunde dominierten die Duisburger weiterhin im Ballbeseitz, konnten das Abwehrbollwerk des TSV jedoch nach wie vor nicht durchbrechen. Havelse schirmte den eigenen Torraum mit zwei defensiv arbeitenden Viererketten effektiv ab. Einzelne Vorstöße vor das Tor der Duisburger, meist über Alexander Guiddir, konnten dem MSV fast gefährlich werden, doch den Zebras gelang es zunächst, diese Versuche vereiteln.

Glücklicher Sieg für den Spitzenreiter aus Duisburg

NRW-Sport 15.09.2026 1 Min. 1 Sek. Verfügbar bis 14.09.2028 WDR Online

In der Offensive fehlten dem MSV scheinbar die Ideen. Für den ersten nennenswerten Abschluss sorgte Can Coskun in der 32. Spielminute mit einem Schuss von der Strafraumkante. Der Ball flog zwar über das Tor, ließ aber zumindest erstmals den nötigen Biss im Angriff erkennen, nachdem es den Duisburg zuvor einfach nicht gelungen war, hinter die gegnerische Abwehrkette zu gelangen.

Havelse mit Tor nach Freistoß

Duisburgs Peter Remmert ärgert sich über den Auftritt seiner Mannschaft

Diese erste Chance stellte allerdings nicht den von den Zebras erhofften Wendepunkt der Partie dar. Der MSV brachte weiter ein zunehmend zähes Passspiel in der eigenen Defensive unter Einbezug von Torwart Maximilian Braune auf den Platz, immer wieder kommentiert von Pfiffen aus den Reihen der eigenen Fans. Die waren auch an diesem Spieltag unter der Woche wieder einmal zahlreich erschienen und sorgten, abgesehen von den vereinzelten Pfiffen, für konstante und lautstarke weiß-blaue Unterstützung. Rund 17.700 Menschen haben sich das Spiel in der Duisburger Arena angeschaut, nur 21 davon im Gästeblock.

Das zögerliche Spiel der Duisburger bestrafte der TSV nach 38 Minuten mit einem Tor. Eric Voufack hatte den Ball an der Mittellinie erobert und auf der rechten Außenbahn Zug auf das Tor genommen. Rasim Bulíc stoppte ihn mit einem Foul und erntete dafür eine gelbe Karte. Den anschließenden Freistoß brachte Johann Berger präzise vor den Elfmeterpunkt, wo Donald Nduka wartete und mit dem Kopf verwandelte.

MSV mit verdientem Rückstand in die Pause

Der MSV konnte sich nach dem Treffer nicht gut fangen, entwickelte noch immer keine Kreativität im Angriff und schien durch das Tor nun zusätzlich verunsichert. Kurz vor der Pause zeigten sich die Duisburger dann doch noch einmal mutig vor dem gegnerischen Tor: Max Besuschkow hatte den Ball erobert und gab ihn dann im Strafraum an Peter Remmert ab. Dessen Schuss von der Fünfmeterlinie ging allerdings knapp daneben.

Der MSV zog also mit verdientem Rückstand in die Kabine und musste sich für die zweite Hälfte eine Antwort auf das starke Abwehr- und Umschaltspiel von Havelse einfallen lassen.

Duisburg mit neuer Energie in die zweite Halbzeit

Die Duisburger starteten mit einem Dreifach-Wechsel in die zweite Halbzeit. Besuschkow, Dominik Kother und Jakob Bookjans verließen den Platz, für sie kamen Ramien Safi, Patrick Sussek und Aljaž Casar in die Partie. In der 53. Minute sorgte Remmert erneut nach einem starken Pass in den Lauf durch den eingewechselten Casar für eine Duisburger Großchance. Die vereitelte TSV-Kapitän Semi Belkahia jedoch in letzter Minute, indem er den Ball weggrätschte.

Auch bei einem Abseitstor in der 57. Minute war Remmert beteiligt, dessen Schuss wurde zwar von Torhüter Omer Hanin abgeblockt, aber Conor Noß legte nach und der Ball ging ins Netz, doch die Fahne des Linienrichters war bereits oben. Diese bieden Offensivaktionen verliehen dem MSV wohl Selbstbewusstsein. Die Zebras fanden nun häufiger, vor allem über die Außenbahnen, den Weg zum Tor.

In der 64. Spielminute verließ Yannick Mausehund mit einer gelb-roten Karte den Platz, Duisburg spielte die verbleibende Zeit in Überzahl. Halevses Torhüter Hanin, ehemaliger Duisburger, machte sich kurz darauf des Zeitspiels verdächtig. Er setzte sich auf den Boden und ließ medizinische Unterstützung kommen, stand dann jedoch ohne Behandlung wieder auf, um weiterzuspielen. 90 Sekunden Spielzeit kostete diese Intervention. In der 77. Minute wurde er gegen Tom Opitz ausgewechselt.

Der MSV war im letzten Drittels des Spiels klar dominant und überwandt, anders als noch in der ersten Hälfte, auch immer wieder die Abwehr des TSV. Trotzdem gelang es den Zebras erst in der 79. Minute, am Spielstand zu rütteln. Sussek sorgte für den ersehnten Durchbruch: Safi hatte den Ball von der rechten Seite aus zu ihm in den Strafraum gebracht, Sussek nahm den Ball aus der Drehung heraus an und beförderten ihn direkt zum Ausgleich ins Tor.

Der MSV setzte in der verbleibenden Spielzeit alles daran, den Ausgleich zu einem Führungstreffer auszubauen. Der Siegtreffer fiel letztlich auf kuriose Weise: Ein Torschuss von Sussek prallte vom kurzen Pfosten ab und landete bei Havelses Verteidiger Dennis Duah. Der traf ihn unglücklich und lenkte ihn so in das eigene Tor. Der MSV fuhr damit trotz schwächerer erster Hälfte den verdienten Heimsieg ein. Havalse hatte sich gegen den Spitzenreiter gut geschlagen und Duah, der ebenfalls eine gute Partie gespielt hatte, verließ unter Tränen den Platz.

Duisburg erst Sonntag wieder gefordert

Am kommenden Spieltag erwartet Wehen Wiesbaden den MSV. Anstoß ist am Sonntag, 20. September, um 19:30 Uhr.

Quelle: Spiel MSV Duisburg - TSV Havelse am 15. September 2026 im Stream bei Magenta Sport

Sendung: WDR.de, "Glücklicher Sieg für den Spitzenreiter aus Duisburg", 15.09.26, 21:17 Uhr

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