Rettungsinsel im Mittelmeer

MONITOR am 10.09.2026 Festung Europa: Weiter geheime Pushbacks an der EU-Außengrenze?

Rechtsverstöße, Gewalt, Tote an Europas Außengrenzen: All das sollte der Vergangenheit angehören – denn das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) sollte einen neuen Rahmen für den Umgang mit Geflüchteten in der EU schaffen. Doch MONITOR-Recherchen zeigen, dass auch nach Inkrafttreten von GEAS noch Geflüchtete von griechischem Boden aus zurück aufs offene Meer gebracht wurden – ein illegaler Pushback. Die EU, die europäische Grenzschutzagentur und Griechenland schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu.

Von Maximilian Hübner, Luc Oeppert

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Stand: 10.09.2026, 22:15 Uhr

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20 Kommentare

  • 20 Aga Bellwald heute, 22:28 Uhr

    Das ist so kriminell! Die EU ist doch längst nicht mehr ein Hort der Menschenrechte. Was ist das für ein Zynismus, wenn die EU-Oberen sich darüber freuen, wie mit dem GEAS die Geflüchtetenzahlen runtergeschraubt werden konnten und weiter können. 🥴

  • 18 Ewald Grune heute, 12:09 Uhr

    Pushbacks sind nicht illegal, nur unter ganz bestimmten Umständen. Maßgebend dafür und vor allem sinnvoll ist die Flüchtlingskonvention (Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge, Genf 1951). Das ist einsehbar, unter Art.33(1) steht: „Kein vertragsschliessender Staat darf einen Flüchtling in irgendeiner Form in das Gebiet eines Landes ausweisen oder zurückstellen, wo sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatszugehörigkeit, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder seiner politischen Anschauungen gefährdet wäre.“ Die meisten sind keine echten Flüchtlinge nach Definition Art.1 des Abkommens. Und dann steht da „Gebiet eines Landes“; wird man in einer Provinz politisch verfolgt und in einer anderen nicht ist das kein Grund das Land zu verlassen. Schon gar nicht kann man damit interkontinentale Schleppertouren rechtfertigen. Und wenn die EU sich abweichendes Recht bastelt muss man eben rechte Parteien wählen die das wieder gerade biegen.

  • 14 ÖRR zum Erbrechen ! 09.09.2026, 23:50 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 9 Blanca Spott 09.09.2026, 17:59 Uhr

    Bei den Geflüchteten handelt es sich mit Sicherheit um dringend benötigte Fachkräfte die in der EU sonst nicht findet.

  • 6 Holm 09.09.2026, 14:34 Uhr

    Da sollen dann wohl Geflüchtete" gerettet" werden die dann künftig z.B. in Sachsen Anhalt in Sicherheit leben sollen ? Abschiebung ist Mord fällt mir dazu ein , weil ein Leben außerhalb Deutschlands möglich aber sinnlos ist (frei nach Loriot)? Für mich klingt das vollkommen absurd, man warnt vor Nazis und Gewalt und bringt die potentiellen Opfer genau dahin ?

  • 4 Andre 09.09.2026, 13:12 Uhr

    Pushbacks sind nach nationalem Recht je nach Mitgliedstaat legal und politisch gewollt, nur europäische Instrumente haben überhaupt Bestimmungen gegen Pushbacks. Darum wird immer zu gegen die EU gestänkert, die natürlich auch in die Grenzverteidigung involviert ist, so auch hier. Das Ergebnis wird sein, dass diese Prinzipien gegen Pushbacks auch im EU Acquis abgeschafft werden. Ich verstehe wirklich nicht, was das soll. Überzeugen wir doch die Griechen das zu lassen und sprechen mit den dortigen Regierungsbehörden statt daraus einen Brüssel-Fall zu machen.

  • 1 Albers 08.09.2026, 19:57 Uhr

    Festung Europa bedeutet es kommt nur der rein den man reinlassen will . Das ist AfD Politik.