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Monitor vom 30.07.2020

Themen: Freiheitsberaubung? Wie Tönnies-Beschäftigte grundlos in Quarantäne gehalten werden | Schattenwelten: Wie Arbeiter aus Osteuropa mit Werkverträgen ausgebeutet werden | Informantenschutz ausgehebelt: Angriff auf die Pressefreiheit

Freiheitsberaubung? Wie Tönnies-Beschäftigte grundlos in Quarantäne gehalten werden

Wochenlang müssen Tönnies-Beschäftigte im Kreis Gütersloh in Quarantäne ausharren, weder dürfen sie ihre Wohnungen verlassen, noch Besuch empfangen. Immer wieder wurde die Quarantäne für viele Beschäftigte verlängert. MONITOR-Recherchen zeigen jetzt: Ein großer Teil der Anordnungen ist offenbar völlig grundlos ergangen. Wollte man also zahlreiche Beschäftigte unbedingt in Quarantäne halten, koste es, was es wolle?

Schattenwelten: Wie Arbeiter aus Osteuropa mit Werkverträgen ausgebeutet werden

Durch den Corona-Ausbruch bei Tönnies stehen sie plötzlich im Schlaglicht: Arbeitnehmer aus Osteuropa, die oft zu Dumpinglöhnen und unter erbärmlichen Umständen in Deutschland wohnen und arbeiten. Die Empörung ist groß, Bundesarbeitsminister Heil legte jetzt eilig einen Gesetzentwurf vor. Allein: Er bringt wohl nichts. Weder für die Arbeiter in der Fleischindustrie noch für die Abertausenden, die hierzulande in menschenunwürdiger Weise ausgebeutet werden.

Informantenschutz ausgehebelt: Angriff auf die Pressefreiheit

Verschlüsselte Kommunikation ist für Journalist*innen von hoher Bedeutung – um Quellen zu schützen und Informationen vertraulich zu behandeln. Doch jetzt will die Bundesregierung mit einem neuen Gesetz den Geheimdiensten weitreichende Befugnisse einräumen: Für Investigativ-Journalist*innen würde es damit deutlich schwerer werden, ihre Geschichten zu recherchieren, ohne ihre Quellen zu gefährden. Ein Angriff auf die Pressefreiheit?

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