Friends besuchen, auch bei schlechtem Wetter ein paar Besorgungen machen, zur Arbeit oder Schule fahren: Ein Auto kann mehr Freiheit und Flexibilität schaffen. Und besonders auf dem Land oder bei Wind und Regen kann es eine Alternative zum Rad oder Roller sein. Es gibt sogar Autos, die du schon mit 15 Jahren legal allein fahren kannst – und das ganz ohne Autoführerschein.

Was ist ein Mopedauto?

Es sieht aus wie ein normales Auto, fährt aber höchstens 45 km/h: das Leichtkraftfahrzeug. Es wird auch Mini-Auto, 45er-Auto oder Microcar genannt, ist ganzjahrestauglich und kann besonders außerhalb der Stadt ein Gamechanger sein, wenn Bus und Bahn nur selten fahren.

Mit einem Mini-Auto kannst du schon mit 15 Jahren legal allein Autofahren. Denn das kleine Auto zählt als Leichtkraftfahrzeug zu den Rollern, deswegen reicht zum Fahren ein Rollerführerschein der Klasse AM aus. Der kostet laut ADAC meist zwischen 500 und 1.300 Euro.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Im Gegensatz zum richtigen Auto, brauchst du für ein Mopedauto keinen TÜV. Und: Du musst das Auto in der Regel nicht offiziell zulassen und demnach auch keine Kfz-Steuer zahlen.

Das Mini-Auto ist auf 8 PS Leistung beschränkt. Es darf mit einem Versicherungskennzeichen gefahren werden und ist mit einer Mopedversicherung abgesichert. Dabei ist mindestens die Haftpflichtversicherung Pflicht. Zusätzlich kannst du eine Teilkasko abschließen, die ist aber freiwillig. Viele Friends lassen sich im Mopedauto allerdings nicht mitnehmen. Oft haben sie nur ein bis zwei Sitzplätze. Dafür ist die Parkplatzsuche mit dem kleinen Auto vermutlich einfacher als mit einem normalen Pkw.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Das kostet der Autoführerschein in Deutschland

Wer im ersten Anlauf und nach 15 Übungsstunden die praktische Prüfung für den Autoführerschein schafft, zahlt laut einer Berechnung des ADAC insgesamt rund 2.500 Euro. Bei mehr Übungsfahrten, höheren Fahrschulpreisen oder einer zweiten praktischen Prüfung, können die Gesamtkosten bis zu 4.500 Euro betragen.

Gründe für die hohen Kosten sind unter anderem höhere Spritpreise und umfangreichere Schulungen, da technische Assistenzsysteme in Autos und der komplexer werdende Straßenverkehr (z. B. durch E-Scooter) in der Ausbildung berücksichtigt werden müssen.

Mit einer für 2027 geplanten Führerschein-Reform sollen die Kosten allerdings reduziert werden. Die Vorschläge dafür: mehr digitaler Theorieunterricht, weniger verpflichtende Sonderfahrten, private Übungsfahrten, z. B. mit den Eltern, sowie kürzere Praxis- und Theorie-Prüfungen.

Wie viel kostet ein Mopedauto?

Zwar kannst du beim Fahren mit einem Mopedauto im Vergleich zum normalen Auto einiges an Geld sparen, weil Kosten wie Kfz-Steuer wegfallen und der Führerschein deutlich preiswerter ist. Günstig sind die kleinen Fahrzeuge allerdings nicht. Neu kosten sie zwischen 8.000 Euro und 20.000 Euro.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein Microcar zu leasen oder gebraucht zu kaufen. Die Leichtkraftfahrzeuge werden mit Verbrennungsmotor und auch als Mini-E-Auto angeboten.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Wie sicher sind Mopedautos?

Mopedautos werden immer wieder in puncto Sicherheitsausstattung kritisiert, weil die Leichtkraftfahrzeuge beim Thema Crash-Sicherheit keinen gesetzlichen Sicherheitsanforderungen unterliegen. Im Vergleich zu einem Roller oder Moped bist du in einem Mini-Auto durch Sicherheitsgurt und geschlossenen Fahrraum besser geschützt. Aber Fahrerairbags sind nicht bei allen Modellen serienmäßig verbaut. Dazu kommt: Der ADAC stufte die Fahrstabilität bei Ausweichtests als gering ein und ein ABS-System für mehr Fahrsicherheit wird je nach Anbieter nur gegen Aufpreis oder gar nicht angeboten.

Für andere Autofahrende kann es außerdem schwierig sein, die Geschwindigkeit der 45-km/h-Autos richtig einzuschätzen, da die Mini-Autos von weitem einem normalen Auto sehr ähnlich sehen können. Hast du dir ein Mopedauto angeschafft, kann ein Fahrtraining vor dem Fahren im Straßenverkehr eine gute Idee sein. Das empfiehlt der ADAC Fahranfänger:innen. Denn der erforderliche Führerschein für die kleinen Autos wird auf einem Zweirad absolviert, Mopedautos fahren aber ja auf vier Rädern.

Überdachtes E-Bike statt Mopedauto?

Bei Wind und Wetter geschützt unterwegs sein klingt mega, aber ein Mini-Auto ist noch zu groß für dich? Dann könnten überdachte E-Bikes eine Alternative sein. Um damit zu fahren, brauchst du weder Kennzeichnen noch Führerschein oder Zulassung. Du darfst aber auch nur dort unterwegs sein, wo Fahrräder erlaubt sind.

Lange Strecken kannst du mit diesen E-Bikes nicht unbedingt fahren, denn die Bikes haben pro Akkuladung meist eine Reichweite von 55 bis 100 Kilometer. Dazu kommt: Auch die überdachten E-Bikes sind gar nicht so günstig. Preislich liegen sie je nach Modell neu bei ca. 5.000 bis 14.000 Euro.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Sind Mopedautos die Lösung für mehr Mobilität im Alltag?

Für manche kann so ein Mopedauto im Alltag mehr Freiheit und Flexibilität bringen und eine ganzjahrestaugliche Alternative zum klassischen Roller sein. Dabei muss man den Kostenfaktor und die Sicherheitsbedenken allerdings gut abwägen. Umso wichtiger ist es, dass auch verlässliche ÖPNV-Verbindungen und gut ausgebaute Radwege vorangetrieben werden und wir verschiedene Arten von Mobilität im Blick haben.

Dieser Beitrag liefert Informationen zum Instagram-Reel von kugelzwei “Auto fahren mit 15" vom 30.06.2026, um 08:09 Uhr.

Kommentare zum Thema

Kommentar schreiben

Unsere Netiquette

*Pflichtfelder

Die Kommentartexte sind auf 1.000 Zeichen beschränkt!

Noch keine Kommentare