Bee Gees: Brüderliche Hitfabrik

Sie gehören zu den Großen der Popgeschichte. Ihr Markenzeichen: der Falsett-Gesang. Die Bee Gees blicken zurück auf eine Karriere voller Ruhm, Comebacks und Schicksalsschläge. Am 01.09.2026 feiert Barry Gibb seinen 80. Geburtstag.

Bee Gees 1967

Schon in der Grundschule stehen die Zwillingsbrüder Robin und Maurice mit ihrem älteren Bruder Barry auf der Bühne. Die Familie stammt von der Isle of Man und wandert 1958 nach Australien aus. Dort erscheint 1963 die erste Bee-Gees-Single "Three Kisses Of Love". Ihren ersten Nummer-eins-Hit landen die Brüder 1966 mit "Spicks And Specks".

Barry Gibb, Robin Gibb, Colin Peterson and Maurice Gibb 1967 in London

Im selben Jahr zieht die Familie Gibb wieder nach Großbritannien zurück. Dort schließen sich Gitarrist Vince Melouney und Schlagzeuger Colin Petersen der Band an. Im Frühjahr 1967 verbuchen die Bee Gees mit der Ballade "New York Mining Disaster 1941" ihren ersten weltweiten Erfolg und werden innerhalb kürzester Zeit zur größten Konkurrenz der Beatles.

Barry Gibb mit seinen Brüdern Robin und Maurice im August 1971

Mit dem Erfolg kommt auch Kritik. Musikzeitschriften betiteln die Texte der Bee Gees als unsinnig und kitschig. Auch innerhalb der Band nehmen die Streitigkeiten zu. Ende der 60er löst sich die Gruppe auf, die Gibb-Brüder versuchen sich als Solokünstler. Wirklich erfolgreich ist aber nur Robin Gibb mit Songs wie "Saved By The Bell", "August" oder "October".

Bee Gees live 1967

Ein Jahr später raufen sich die Bee Gees wieder zusammen, dieses Mal ohne Melouney und Petersen. Doch Mitte der 70er lässt der Erfolg nach. Die Plattenfirma weigert sich sogar, ein bereits produziertes Album zu veröffentlichen. Auf Anraten von Eric Clapton ziehen die Bee Gees in die USA um, um dort mit Produzent Arif Mardin etwas ganz Neues zu produzieren.

Bee Gees 1979

Weiße Anzüge, offene Hemden, schillernde Diskokugeln – die Bee Gees hat das Disco-Fieber gepackt. 1975 läuten sie mit dem Hit "Jive Talkin" eine neue Ära ein. In "Nights On Broadway" singt Barry Gibb das erste Mal mit der Falsett-Stimme. Sie wird zum Markenzeichen der Disco-Bee-Gees.

Bee Gees

Mit dem Soundtrack zu "Saturday Night Fever" gelingt den Bee Gees ein sensationelles Comeback. Hits wie "Stayin' Alive", "Night Fever" und "How Deep Is Your Love" sorgen dafür, dass "Saturday Night Fever" mit über 40 Millionen verkauften Platten das bis dahin meistverkaufte Album wird. Erst Michael Jacksons "Thriller" kann diesen Rekord brechen.

Die Bee Gees

Doch die goldenen Zeiten sind bald vorbei – in den 80ern ist Disco out. Die Gibb-Brüder konzentrieren sich darauf, Songs für andere Musiker wie Diana Ross, Barbra Streisand und Dolly Parton zu schreiben. Nur Robin Gibb versucht es nochmal solo und landet mit "Juliet" in Europa erneut einen Hit.

Bee Gees 1987

Mit dem Album "E.S.P." feiern die Bee Gees 1987 ein grandioses Comeback und beweisen mit "You Win Again", dass sie auch ohne den berühmten Falsett-Gesang erfolgreich sein können. Zwei Jahre später dann der erste Schicksalsschlag: Der jüngste Bruder Andy Gibb, der immer nur als Solokünstler unterwegs war, stirbt an Herzversagen.

Bee Gees live 1991 in Berlin

Die 90er gestalten sich für die Bee Gees als mühsam. Keine großen Hits, dafür immer mehr Probleme. Maurice kämpft gegen seine Alkoholsucht, Barry erkrankt an Arthritis. 1997 feiern die Bee Gees ihr dreißigjähriges Bandjubiläum und werden in die "Rock'n'Roll Hall of Fame" aufgenommen. Mit dem neuen Album "Still Waters" geht es Ende der 90er auf Welttournee.

Die Bee Gees 1998

Am 12. Januar 2003 stirbt Maurice Gibb überraschend an einem Herzinfarkt. Barry und Robin erklären daraufhin, dass sie nie wieder unter dem Namen Bee Gees auftreten wollen. Ihre Wege trennen sich. 2005 nimmt Barry Gibb zusammen mit Barbra Streisand "Guilty Pleasures" auf. Robin Gibb geht währenddessen noch einmal auf Solotournee.

Robin Gibb

2011 folgt der nächste Schock. Robin Gibb erkrankt an Leberkrebs. Am 20. Mai 2012 stirbt er an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Barry Gibb bei den Grammys 2017

Der letzte verbliebene Gibb ist somit Barry. Der veröffentlicht 2016 mit seinen Söhnen das Album "In The Now", spielt 2021 auf dem Album "Greenfields" alte Bee-Gees-Songs im Country-Stil neu ein – und sammelt nebenbei fleißig Preise und Ehrungen: 2018 wird er von Prinz Charles zum Ritter geschlagen, 2023 wird ihm der Kennedy-Preis für sein Lebenswerk zuteil.

Schon in der Grundschule stehen die Zwillingsbrüder Robin und Maurice mit ihrem älteren Bruder Barry auf der Bühne. Die Familie stammt von der Isle of Man und wandert 1958 nach Australien aus. Dort erscheint 1963 die erste Bee-Gees-Single "Three Kisses Of Love". Ihren ersten Nummer-eins-Hit landen die Brüder 1966 mit "Spicks And Specks".

Im selben Jahr zieht die Familie Gibb wieder nach Großbritannien zurück. Dort schließen sich Gitarrist Vince Melouney und Schlagzeuger Colin Petersen der Band an. Im Frühjahr 1967 verbuchen die Bee Gees mit der Ballade "New York Mining Disaster 1941" ihren ersten weltweiten Erfolg und werden innerhalb kürzester Zeit zur größten Konkurrenz der Beatles.

Mit dem Erfolg kommt auch Kritik. Musikzeitschriften betiteln die Texte der Bee Gees als unsinnig und kitschig. Auch innerhalb der Band nehmen die Streitigkeiten zu. Ende der 60er löst sich die Gruppe auf, die Gibb-Brüder versuchen sich als Solokünstler. Wirklich erfolgreich ist aber nur Robin Gibb mit Songs wie "Saved By The Bell", "August" oder "October".

Ein Jahr später raufen sich die Bee Gees wieder zusammen, dieses Mal ohne Melouney und Petersen. Doch Mitte der 70er lässt der Erfolg nach. Die Plattenfirma weigert sich sogar, ein bereits produziertes Album zu veröffentlichen. Auf Anraten von Eric Clapton ziehen die Bee Gees in die USA um, um dort mit Produzent Arif Mardin etwas ganz Neues zu produzieren.

Weiße Anzüge, offene Hemden, schillernde Diskokugeln – die Bee Gees hat das Disco-Fieber gepackt. 1975 läuten sie mit dem Hit "Jive Talkin" eine neue Ära ein. In "Nights On Broadway" singt Barry Gibb das erste Mal mit der Falsett-Stimme. Sie wird zum Markenzeichen der Disco-Bee-Gees.

Mit dem Soundtrack zu "Saturday Night Fever" gelingt den Bee Gees ein sensationelles Comeback. Hits wie "Stayin' Alive", "Night Fever" und "How Deep Is Your Love" sorgen dafür, dass "Saturday Night Fever" mit über 40 Millionen verkauften Platten das bis dahin meistverkaufte Album wird. Erst Michael Jacksons "Thriller" kann diesen Rekord brechen.

Doch die goldenen Zeiten sind bald vorbei – in den 80ern ist Disco out. Die Gibb-Brüder konzentrieren sich darauf, Songs für andere Musiker wie Diana Ross, Barbra Streisand und Dolly Parton zu schreiben. Nur Robin Gibb versucht es nochmal solo und landet mit "Juliet" in Europa erneut einen Hit.

Mit dem Album "E.S.P." feiern die Bee Gees 1987 ein grandioses Comeback und beweisen mit "You Win Again", dass sie auch ohne den berühmten Falsett-Gesang erfolgreich sein können. Zwei Jahre später dann der erste Schicksalsschlag: Der jüngste Bruder Andy Gibb, der immer nur als Solokünstler unterwegs war, stirbt an Herzversagen.

Die 90er gestalten sich für die Bee Gees als mühsam. Keine großen Hits, dafür immer mehr Probleme. Maurice kämpft gegen seine Alkoholsucht, Barry erkrankt an Arthritis. 1997 feiern die Bee Gees ihr dreißigjähriges Bandjubiläum und werden in die "Rock'n'Roll Hall of Fame" aufgenommen. Mit dem neuen Album "Still Waters" geht es Ende der 90er auf Welttournee.

Am 12. Januar 2003 stirbt Maurice Gibb überraschend an einem Herzinfarkt. Barry und Robin erklären daraufhin, dass sie nie wieder unter dem Namen Bee Gees auftreten wollen. Ihre Wege trennen sich. 2005 nimmt Barry Gibb zusammen mit Barbra Streisand "Guilty Pleasures" auf. Robin Gibb geht währenddessen noch einmal auf Solotournee.

2011 folgt der nächste Schock. Robin Gibb erkrankt an Leberkrebs. Am 20. Mai 2012 stirbt er an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Der letzte verbliebene Gibb ist somit Barry. Der veröffentlicht 2016 mit seinen Söhnen das Album "In The Now", spielt 2021 auf dem Album "Greenfields" alte Bee-Gees-Songs im Country-Stil neu ein – und sammelt nebenbei fleißig Preise und Ehrungen: 2018 wird er von Prinz Charles zum Ritter geschlagen, 2023 wird ihm der Kennedy-Preis für sein Lebenswerk zuteil.

Stand: 01.09.2026, 00:00 Uhr