In diesem Zeitzeichen erzählt Fabian Elsäßer:
- dass Marie Jaëll einen Musiker heiratet, der später eifersüchtig auf ihren Erfolg ist,
- warum die Musikerin zur Sekretärin von Franz Liszt wird,
- dass sie als erste französische Pianistin alle 32 Beethoven-Sonaten vorträgt,
- wie sie eine neue Methode zum Lernen des Klavierspiels entwickelt.
Marie Jaëll ist ein Wunderkind am Klavier: Schon mit zehn Jahren gibt sie Konzerte im Elsass, ihrer Heimat, und in Süddeutschland. Kritiker loben ihre geniale Technik und "männliche Energie" - das seinerzeit höchste Lob für Pianistinnen.
Daneben komponiert Marie Jaëll rund 70 Werke: Klavierstücke, Lieder, eine Oper und große Symphonien. Kritiker vergleichen sie mit Beethoven und Wagner. Doch sie ist auch eine Frau im von Männern dominierten Musikbetrieb und sie gerät nach ihrem Tod in Vergessenheit. Heute werden ihre Werke - nicht nur von jungen Musikerinnen - wiederentdeckt.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Raphaela Gromes, Cellistin und Autorin
- Susanne Wosnitzka, Musikwissenschaftlerin am Archiv Frau und Musik, Frankfurt am Main
- Raphaela Gromes: Fortissima!: Verdrängte Komponistinnen und wie sie meinen Blick auf die Welt verändern. München 2025.
Weiterführende Links:
- ARD Sounds: Komponistinnen im Fokus
- Stichtag: Tod des Komponisten Franz Liszt
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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Fabian Elsäßer
Redaktion: Christoph Tiegel und Frank Zirpins