Etwas über die Hälfte der Deutschen sind vollständig gegen das Corona-Virus geimpft. Ein Teil ungeimpfter Menschen zögert, obwohl sie nicht komplett dagegen sind.
Mit den Gründen dafür beschäftigen sich Forscher der Universität Erfurt. Regelmäßig befragen sie in der COSMO-Studie Menschen online. Das Ergebnis: Es gibt psychologische und strukturelle Hindernisse.
Forscherin Sarah Eitze sagt dazu: "Eine ganz praktische Barriere ist Alltagsstress. Dazu gehören Menschen mit kleinen Kindern, die ihren Alltag stark koordinieren müssen. Die sind eher zu erreichen, wenn man den Weg zur Impfung einfacher macht."
Verunsicherung und niedriges Risikobewusstsein
Unter denen, die sich noch nicht haben impfen lassen, sind laut Studie auch Jüngere. Allerdings eher aus psychologischen Gründen. Die Inzidenz sei vergleichsweise niedrig. Die Gefahr sich anzustecken, werde als gering wahrgenommen.
Eine andere Gruppe, die in der COSMO-Studie beschrieben wird, erlebt Hausarzt Matthias Schlochtermeier aus Hürth im Rhein-Erft-Kreis.
Zu wenig Aufklärung über den Impfstoff
"Ich nehme die Ängste ernst und versuche aufzuklären. Patienten, die keine ideologische Haltung haben, sondern zu wenig Informationen, lassen sich von uns Hausärzten überzeugen, denn wir sind Vertrauenspersonen."
Das geht nur langsam, sei aber wichtig. "Die Zögerlichen sind die", sagt Forscherin Eitze, "die wir jetzt überzeugen müssen. Dafür brauchen wir gute, einfach formulierte Informationen, sichere Quellen und einfache Wege zur Impfung."