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78 Menschen durften ein Jahr lang mietfrei in Duisburg, Mülheim und Dortmund wohnen. Allerdings mussten sie an einem Buch mitzuschreiben. Mit frischem Wind sollten die neuen Mieter die Nachbarschaft verändern. Die Idee hatte der Künstler Jochen Gerz. Entstanden ist ein 3.000-Seiten-Wälzer, 2,1 Kilo schwer.
In Duisburg-Hochfeld steigt das Projekt 2-3 Straßen. Zugezogene schreiben an einem Tagebuch und dürfen dafür mietfrei wohnen. 20 Musiker der Duisburger Philharmoniker haben aus den Fenstern in den mietfreien Wohnungen auf der St. Johann-Straße gespielt, der Dirigent stand in der Mitte auf der Straße. | video mit Video
21 Teilnehmer des Projekts "2-3 Straßen" wohnen mietfrei in einem Mülheimer Hochhaus. Besuchergruppen, wie eine Schreibwerkstatt aus Hattingen, kommen, um die Wohnungen zu besichtigen und mit den Bewohnern zu sprechen. | video mit Video
Seit Januar ist das Ruhrgebiet Europäische Kulturhauptstadt, und seither läuft auch ein Langzeitprojekt des Aktionskünstlers Jochen Gerz. Es heißt "2-3 Straßen" und funktioniert so: 80 Menschen ziehen in leer stehende Wohnungen in Duisburg, Dortmund und Mülheim. west.art begleitet das Projekt - Teil 2 unserer Langzeitbeobachtung. | video mit Video
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Hinter dem Mülheimer Hauptbahnhof thront dieser Klotz aus Beton. 220 Wohnungen verteilt auf 20 Etagen. Früher Angstraum, heute Kunstprojekt. Auf allen Fluren haben sich Autoren eingenistet. Sie sind seit sechs Monaten lebendiger Teil einer Ausstellung.
Ein Jahr lang mietfrei wohnen, an einem Buch mitschreiben und durch kreative Ideen die Nachbarschaft verändern - so lautete der Auftrag des Projektes "2-3 Straßen" an seine 78 Teilnehmer. Nun geht das Jahr dem Ende zu. Was hat sich bewegt?
Jetzt sind sie also wirklich da. Die ersten Mieter des Ruhr 2010-Projektes "2-3 Straßen". Der Kunst wegen hat es sie ins Ruhrgebiet verschlagen. Dort dürfen sie ein Jahr lang mietfrei wohnen. Voraussetzung: Sie werden selbst zum Kunstobjekt.
Ein Mietshaus mit 50er-Jahre-Charme, mitten im Duisburger Problemviertel Hochfeld. Das soll Kunst sein? Das wird es, verspricht Künstler Jochen Gerz und bietet Freiwilligen dafür Gratiswohnungen. Sie sollen Teil eines Kunstwerks werden.