- Sendehinweis: Hier und heute | 29. Juni 2026, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Die Blattfarben des japanischen Ahorns sind sehr abwechslungsreich und die gesamte Anmutung der Pflanze ist von Natur aus schön. Ein Schnitt ist nicht nötig. Der Ahorn baut sich von selbst harmonisch auf. Außerdem lässt sich japanischer Ahorn wunderbar im Kübel kombinieren, z. B. mit Gräsern in Kontrastfarben oder mit einem blühenden Bodendecker.
Wenn man ihn im Topf hält, gibt es allerdings einige wichtige Regeln zu beachten. Fächerahorne sind Flachwurzler. Der Topf darf daher gerne breiter als tief sein, ähnlich einer Schale oder einem Kübel. Wichtig ist, dass der Topf ausreichend große Abzugslöcher hat, denn Staunässe ist Feind Nummer eins für den Fächerahorn. Die Drainage, beispielsweise Tongranulat, kann mit einem Vlies von der Erde getrennt werden. Das hat den Vorteil, dass die feinen Bestandteile der Erde beim Gießen nicht ganz nach unten gelangen und möglicherweise die Drainage verschlämmen. Sonst hätte man genau das Gegenteil von dem erreicht, was man wollte, da wieder Staunässegefahr entsteht.
Leicht saures Substrat
Der Ahorn braucht ein strukturstabiles, durchlässiges und leicht saures Substrat (pH-Wert idealerweise zwischen 5,5 und 6,5). Die perfekte Mischung ist: Hochwertige Kübelpflanzenerde mit leicht saurer Rhododendron-/Hortensienerde mischen – dann haben wir den richtigen pH-Wert und genügend mineralische Bestandteile.
Mit zu viel Dünger macht man schnell etwas falsch, die Pflanze sollte aber auch nicht völlig ohne Dünger auskommen. Organischer Dünger ist die beste Wahl, denn damit gibt es keine Versalzungsschäden an den empfindlichen Wurzeln. Gedüngt wird vom Austrieb im Frühjahr (März/April) bis maximal August. Danach darf nicht mehr, damit die neuen Triebe vor dem Winter ausreifen und frosthart werden. Jetzt kann man bei der Pflanzung gut eine Handvoll organischen Dünger dazugeben.
Faszination japanischer Ahorn
Hier und heute. 29.06.2026. 06:47 Min.. Verfügbar bis 29.06.2028. WDR.
Gräser als Kombination
Gräser sind eine klassische Kombination. Wenn man farblich etwas bunter werden will, kann man Blauschwingelgras nehmen. Hierbei ist es aber wichtig, dass man die Erde rund um das Gras mit etwas Kalk versetzt – Gräser mögen im Gegensatz zum Ahorn lieber kalkhaltigen Boden. Die Kombination solcher Pflanzen gelingt immer dann am besten, wenn man ein wenig mit der Erde variieren kann. Es ist gut, Einzelkomponenten zu Hause zu haben, um mal ein bisschen beizumischen. Gartenkalk bekommt man in jedem Baumarkt. Gut an die gleiche Erde angepasst sind flache, immergrüne Seggen; eine panaschierte Form ist ebenfalls ein schöner Kontrast.
Blühende Teppich-Glockenblume
Die Teppich-Glockenblume blüht von Juli bis September.
Eine tolle Unterpflanzung ist blühender Bodendecker, der in diesem Fall gleichzeitig eine attraktive Nahrungsquelle für Insekten bietet. Die Teppich-Glockenblume (Campanula portenschlagiana oder Campanula poscharskyana) ist eine winterharte, mehrjährige Staude, die von Juni bis September dichte, blauviolette Blütenpolster bildet. Auch für den Garten ein toller Tipp im sonnigen bis halbschattigen Bereich. Bei der Glockenblume kann man an der Seite des Kübels ebenfalls eine Handvoll Kalk dazugeben, weil sie im Gegensatz zum Ahorn einen kalkhaltigen Boden bevorzugt.
Weil der Platz im Kübel begrenzt ist und der Ahorn flach wurzelt, darf die Unterpflanzung keine aggressiven, tiefen Wurzeln bilden.