Purpur-Sonnenhut

Präriebepflanzung für den Kübel

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Anja Klein zeigt, wie robuste Präriepflanzen auch bei Hitze und Trockenheit für einen blühenden Balkon mit Kübelbepflanzung sorgen.

Heiße Sommer und längere Trockenphasen setzen Balkonpflanzen immer stärker zu. Wer weniger gießen und trotzdem einen blühenden Balkon genießen möchte, setzt auf eine Präriebepflanzung. Unsere Gartenexpertin Anja Klein zeigt, wie sich mit robusten Stauden und Ziergräsern eine pflegeleichte „Mini-Prärie“ im Kübel anlegen lässt. Alle vorgestellten Pflanzen eignen sich auch fürs Gartenbeet.

Was ist ein Präriegarten?

Lampenputzergras

Lampenputzergras eignet sich gut für einen Präriegarten.

Der Präriegarten orientiert sich an den baumlosen Graslandschaften Nordamerikas. Charakteristisch ist die Kombination aus mehrjährigen Ziergräsern und Blütenstauden, die sich gegenseitig ergänzen. Dank ihrer tiefen Wurzeln sind die Pflanzen an Hitze, Trockenheit und Wetterextreme angepasst und damit ideale Begleiter für den Klimawandel. Sie überzeugen zudem durch ihre natürliche, luftige Optik.

Geeignete Pflanzen

Für einen harmonischen Prärie-Look werden Strukturpflanzen, Blütenstauden und Füllpflanzen kombiniert.

Ziergräser (Struktur)

  • Federgras (Stipa)
  • Rutenhirse (Panicum)
  • Lampenputzergras (Pennisetum)

Blütenstauden (Blickfänger)

  • Purpur-Sonnenhut (Echinacea)
  • Sonnenhut (Rudbeckia)
  • Prachtscharte (Liatris)
  • Steppensalbei (Salvia nemorosa)

Füllpflanzen

  • Prachtkerze (Gaura)
  • Spanisches Gänseblümchen (Erigeron)
Allium

Kugellauch ist bekannt für seinen Blütenball.

Für Frühlingsblüten eignen sich zusätzlich Kugellauch (Allium) oder Prärielilien (Camassia).

Hier und heute, Anja Klein, Garten, Hitze, Präriebepflanzung, Trockenheit, Balkon

Hier und heute 06.07.2026 07:52 Min. Verfügbar bis 06.07.2028 WDR

Kübel richtig vorbereiten

Präriepflanzen benötigen einen vollsonnigen Standort und einen ausreichend großen Kübel. Wichtig ist eine gute Drainage aus mineralischem Material wie Blähton oder Lavasteinen. Praktisch ist ein Drainagesack, damit sich das Material später leicht wiederverwenden lässt.

Das richtige Substrat

Normale Blumenerde ist meist zu nährstoffreich. Besser eignet sich eine Mischung aus torffreier Erde und mineralischen Bestandteilen wie Perlite, Sand oder Lavagranulat. So entsteht ein durchlässiges, eher mageres Substrat.

Pflanzen einsetzen

Vor dem Pflanzen stark durchwurzelte Ballen leicht auflockern. Hohe Arten wie die Prachtscharte kommen nach hinten, niedrigere nach vorne.

Weitere geeignete Arten sind

  • Sonnenhut (Echinacea) - widerstandsfähig gegenüber Wetterextremen.
  • Prachtkerze (Gaura) - Ein Dauerblüher, der für Leichtigkeit sorgt.
  • Mädchenhaargras (Stipa) - Ein trockenheitsresistentes Gras, das der Bepflanzung eine feine Struktur verleiht.
  • Steifes Eisenkraut (Verbena rigida) - Insektenfreundlich, aber in Deutschland meist nur einjährig oder mit Winterschutz ausdauernd.
  • Schleierkraut - Sehr genügsam; man schneidet es nach der ersten Blüte zurück, um eine zweite Blüte zu fördern.

Pflege

Präriepflanzen werden kräftig gegossen und anschließend einige Tage nicht gewässert. Dieses Prinzip des „Starkregengusses“ ahmt natürliche Niederschläge nach und fördert tiefe Wurzeln. Viele Stauden werden erst nach der Blüte oder im Frühjahr zurückgeschnitten, einige blühen nach einem Sommerschnitt ein zweites Mal.