Beschriftete Tütchen mit Saatgut in einer Saatgutbibliothek

DIY: Saatgut-Briefchen selbstgemacht 

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Gartenbloggerin Anja Klein sagt, warum sie Saatbomben kritisch sieht und zeigt, wie man Saatgut-Geschenktütchen ganz einfach selbst macht.  

Riesenbärenklau

Invasive Arten können heimische Pflanzen- und Insektenarten verdrängen.

Saatbomben sind bunt verpackt und machen auf den ersten Blick Spaß – sie werden gern verschenkt und wirken wie eine einfache Möglichkeit, Blumen oder Kräuter zu pflanzen. In der Praxis sind sie für Balkon oder Garten aber eher unsinnig. Die Samen sprießen meistens nur genau an der Stelle, an der die Bomben landen, und verteilen sich nicht von selbst. Außerdem weiß man oft nicht, welche Pflanzen tatsächlich enthalten sind, teilweise können sogar invasive Arten dabei sein, die heimische Pflanzen verdrängen und der Natur schaden. Ein dichter Blütenteppich für Insekten oder eine schöne Blumenwiese entstehen so nicht. 
Nur auf schwer zugänglichen Brachflächen in Großstädten können Saatbomben sinnvoll sein. Dort hat das gebündelte Saatgut überhaupt eine Chance zu keimen und kann schnell kleine Flächen begrünen. Für den heimischen Balkon oder Garten eignen sich dagegen selbst ausgesuchte Samen deutlich besser. So weiß man genau, welche Pflanzen wachsen, kann die Mischung und den Standort gezielt planen und freut sich am Ende über einen gepflegten Garten oder Balkon – ohne ungewollte Überraschungen und mit echtem Nutzen für Insekten und die heimische Pflanzenwelt. 

Saatgut-Geschenktütchen selbstgemacht 

Anleitung 

Das benötigen Sie 

  • Quadratisches Stück Papier (z. B. 21 x 21 oder 15 x 15 cm, Stück alte Zeitung, Origamipapier oder Kopierpapier) 
  • Saatgut nach Wunsch 

Garten unterwegs: Saatgut selbst ernten 

Hier und heute 15.09.2025 06:34 Min. Verfügbar bis 15.09.2027 WDR

So geht‘s 

Saatgut Briefchen

Das Papier sollte diagonal gefaltet werden, sodass ein Dreieck entsteht.

Das Papier zurechtlegen. Geeignet sind alte Zeitungen, Origamipapier oder Kopierpapier. Das Papier diagonal falten, so dass ein Dreieck entsteht und die breite Spitze nach oben zeigt. Die linke und rechte Ecke des Dreiecks entlang der unteren Kante jeweils um etwa ein Drittel nach innen falten. Die Spitzen sollten sich in der Mitte treffen, so dass das Papier wie ein offener Umschlag aussieht.
Eine der beiden gefalteten Ecken vorsichtig in die Öffnung der anderen Ecke schieben, um den Umschlag zu schließen. Das Saatgut nun in das hintere Fach des Umschlags füllen. Bei Bedarf leicht nach unten schütteln, damit es gut im Umschlag liegt. Die untere Hälfte des Umschlags nach oben falten. Die obere Klappe des Umschlags umknicken und in die Öffnung der unteren Kante schieben, sodass der Umschlag sicher verschlossen ist. 
Den Umschlag nach dem Befüllen beschriften. Am besten den Pflanzennamen, den Aussaatzeitpunkt und Hinweise zu Licht- und Wasserbedarf notieren.