Menschen reißen ihre Hände in die Luft bei einem Konzert

Ärger mit teuren Konzertkarten

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Wirtschaftsjournalist Marco Müller erläutert die Herausforderungen beim Kauf und Verkauf von Konzerttickets großer Stars und gibt wertvolle Tipps.

Tickets für Konzerte internationaler Musikstars werden immer teurer, gleichzeitig verschlechtern sich die Bedingungen für die Fans. Besonders deutlich wird das, wenn man das Konzert nicht besuchen kann und die Tickets weiterverkaufen möchte.

Die Karten gibt es meist nur digital, der freie Verkauf ist eingeschränkt, der Weiterverkaufspreis darf nicht selbst bestimmt werden, das Geld wird oft erst verspätet ausgezahlt und viele persönliche Daten müssen angegeben werden. Zusätzlich erheben Ticketanbieter oft hohe Gebühren.

Die Probleme beim Ticketkauf und -verkauf

Konzertticket

Konzerttickets werden immer teurer.

Ein Konzert eines internationalen Topstars einfach und günstig zu besuchen, ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Tickets kosten meist zwischen 100 und 300 Euro, VIP-Plätze sind oft noch wesentlich teurer. Der Kauf ist meist nur online möglich, vor Ort gibt es selten Tickets.

Viele müssen direkt zum Verkaufsstart vor dem Computer oder Handy sitzen – und haben trotzdem keine Garantie, Karten zu bekommen. Oft profitieren Fanclub-Mitglieder oder Abonnenten von Vorab-Codes und können vor dem offiziellen Verkauf zuschlagen.

Wer ein Ticket besitzt, aber doch nicht zum Konzert gehen kann, stößt auf weitere Hürden. Die Karten lassen sich oft nicht direkt an Freunde oder Bekannte weitergeben, sondern nur über die Plattform des Ticketanbieters verkaufen – und nur zum Originalpreis oder weniger.

Schattenspiel an der Wand: Eine Hand reicht einer anderen ein Bündel Geldscheine

Schwarzmarktangebote sind oft überteuert und gefälscht.

Außerdem erfolgt die Auszahlung oft erst 10 bis 12 Tage nach dem Konzert, obwohl die Tickets teilweise schon Monate vorher verkauft wurden. Für die Auszahlung verlangen Anbieter häufig das Hochladen von Ausweis und Kontoauszug. Ticketanbieter begründen dies mit dem Kampf gegen den Schwarzmarkt.

Was können Fans tun?

Um Tickets zu bekommen, hilft es, sich vorab gut zu informieren. Mitgliedschaften in Fanclubs, Streaming-Abos oder der Kauf von Alben bei bestimmten Händlern bringen oft Vorab-Codes für den Vorverkauf – allerdings gegen zusätzliche Kosten.

Wer Tickets weiterverkaufen will und Probleme hat, sollte sich zuerst an den Ticketanbieter wenden. Wenn das nicht hilft, ist der Gang zu einem Anwalt meist wegen hoher Kosten wenig sinnvoll. Besser sind Verbraucherzentralen, die bei Einzelfällen unterstützen und mit Abmahnungen und politischem Druck die Bedingungen für Fans verbessern können.

Am besten ist es, Probleme von vornherein zu vermeiden: Vor dem Kauf sollte man genau prüfen, unter welchen Bedingungen man Tickets weiterverkaufen kann, wann das Geld ausgezahlt wird und welche Daten man angeben muss. Wenn einem die Bedingungen nicht zusagen, kann es besser sein, den Konzertbesuch ganz zu überdenken.