- Sendehinweis: Hier und heute | 3. August 2026, 17.00 - 18.00 Uhr | WDR
Tomaten richtig ernten
Tomaten sollten regelmäßig, am besten alle paar Tage, geerntet werden. So verhindert man, dass sie überreif werden oder aufplatzen. Die Früchte vorsichtig leicht abdrehen oder mit einer Schere abschneiden, um Druckstellen zu vermeiden. Gerade bei großen oder empfindlichen Tomaten ist die Schere oft die bessere Wahl.
Pflege während der Erntezeit
Wichtig ist die Tomaten gleichmäßig zu bewässern.
Auch während der Ernte brauchen Tomaten weiterhin Pflege. Wichtig sind eine gleichmäßige Wasserversorgung und ein luftiger Wuchs. Deshalb dichtes Laub auslichten, damit Licht und Luft besser an die Früchte gelangen. Im August können die Pflanzen entspitzt werden: Dazu den Haupttrieb oberhalb des letzten gewünschten Fruchtstands abschneiden oder abknipsen. So steckt die Pflanze ihre Kraft in die vorhandenen Früchte, da neue Blüten bis zum Saisonende meist nicht mehr ausreifen. Auch später entstehende Blüten sollten entfernt werden.
Grüne Tomaten nachreifen lassen
Bleiben zum Saisonende grüne Tomaten an der Pflanze, müssen sie nicht entsorgt werden. Gesunde, unbeschädigte Früchte reifen im Haus problemlos nach. Dafür vorsichtig ernten und bei 18 bis 20 Grad an einem warmen, trockenen Ort lagern. Licht ist nicht nötig, direkte Sonne sogar ungünstig. Die Tomaten nebeneinander in eine Kiste oder auf ein Tablett legen, alternativ in Zeitungspapier oder eine Papiertüte wickeln. Ein Apfel beschleunigt den Reifeprozess, da er Ethylen abgibt.
Garten unterwegs: Tomaten ernten und pflegen
Hier und heute. 03.08.2026. 07:18 Min.. Verfügbar bis 03.08.2028. WDR.
Was beim Nachreifen wichtig ist
Die Früchte regelmäßig kontrollieren und beschädigte oder faulende Tomaten sofort aussortieren. Je nach Reifegrad und Temperatur dauert das Nachreifen wenige Tage bis mehrere Wochen, meist ist es nach zwei bis drei Wochen abgeschlossen. Wer viele grüne Tomaten hat, kann alternativ die ganze Pflanze abschneiden, entblättern und kopfüber an einem warmen Ort aufhängen.
Tomatensorten in Anjas Garten
Platte Vierländer: Alte norddeutsche Freilandsorte mit flach-runden, roten, fleischigen Früchten. Robust und ertragreich.
Geschmack: Kräftig-würzig, ausgewogen süß-säuerlich, mit viel Fruchtfleisch und wenig Kernen.
Bonner Beste: Bewährte deutsche Sorte mit mittelgroßen, runden, roten Früchten. Frühreif und unkompliziert im Anbau.
Geschmack: Mild-fruchtig, klassisch tomatig und ausgewogen.
Granny's Throwing: Seltene amerikanische Liebhabersorte mit roten bis rot-orangen, leicht herzförmigen Früchten.
Geschmack: Fruchtig-süß mit angenehmer Säure.
Schlesische Himbeere: Alte Sorte mit himbeerroten, fleischigen Früchten.
Geschmack: Intensiv aromatisch, süß mit feiner Säure und leicht beeriger Note.
Die Sorte Cauralina zählt zu den Ochsenherz-Tomaten.
Cauralina (Ochsenherz): Moderne Ochsenherz-Sorte mit großen, herzförmigen, roten Früchten. Widerstandsfähig und pflegeleicht.
Geschmack: Mild-fruchtig, sehr aromatisch, fleischig und angenehm süß.
Gigant Green Zebra: Großfruchtige Variante der bekannten Green Zebra mit grün-gelb gestreiften Früchten.
Geschmack: Frisch-fruchtig, würzig und deutlich säurebetont.
Andine Cornue (Andenhorn): Französische Liebhabersorte mit länglichen, hornförmigen, roten Früchten und wenig Kernen.
Geschmack: Süß, mild und sehr aromatisch – ideal für Salate.
Noire de Crimée (Fleischtomate): Alte Sorte von der Krim mit großen, dunkel gefärbten Früchten.
Geschmack: Intensiv würzig, leicht rauchig, ausgewogen süß-säuerlich und besonders aromatisch.