Geschlecht: Rüde
Alter: fast 15 Jahre alt
Rasse: Mudi-Mix
Schulterhöhe und Farbe: circa 49 Zentimeter, blond
Vorgeschichte: Brendy hatte sein ganzes Leben lang ein festes Zuhause. Doch sein Herrchen stürzte eines Tages und kann sich nun nicht mehr um ihn kümmern. Der Verlust seines gewohnten Zuhauses und seines wichtigsten Menschen hat den Rüden sehr getroffen. Auch nach fast einem Jahr im Tierheim ist er von der lauten Umgebung noch gestresst.
Gesundheit: Brendy hat altersbedingte Beschwerden. Er bekommt Schmerzmittel für seine Gelenke. Außerdem hatte er eine Bauchspeicheldrüsenentzündung und frisst deshalb spezielles Futter. Vermutlich hat er eine seltene Autoimmunerkrankung, die seine Krallen betrifft. Er bekommt dafür Zusätze ins Futter. Brendy ist aktuell gut eingestellt, aber regelmäßige Tierarztbesuche sind notwendig. Geistig ist er fit und noch gut unterwegs, lange Spaziergänge schafft er wegen seines Alters nicht mehr.
Verträglichkeit: Im Tierheim kommt Brendy mit anderen Hunden grundsätzlich klar, interessiert sich aber kaum für sie. Er teilt seine Menschen nur ungern. Ein ruhiger, erfahrener Ersthund könnte passen, schöner wäre für ihn jedoch ein Platz als Einzelhund. Katzen kennt er kaum. Ruhige, hundeerfahrene Katzen könnten möglich sein, Experimente sollte man in seinem Alter vermeiden. Zu Kindern passt Brendy nicht. Bei viel Unruhe oder schnellen Bewegungen in seiner Umgebung kann der Rüde schnappen, ohne zu beißen. Seine Signale sind für erfahrene Hundehalter gut zu lesen.
Charakter: Brendy ist sehr menschenbezogen und anhänglich. Er sucht sofort Nähe, möchte viel kuscheln und dabei sein. Der Rüde ist aufmerksam, sensibel und zeigt oft, wie er sich fühlt – zum Beispiel durch Bellen beim Spazierengehen oder Kuscheln auf der Couch. Er reagiert empfindlich auf Bewegungen in seiner Umgebung. Dass er viel bellt, gehört zu seinem Wesen, lässt sich aber in ruhiger Umgebung gut begleiten.
Im Alltag: Der Mudi-Mix braucht Struktur, Nähe und Ruhe. Er kann nervös werden und in Hosenbeine schnappen, beißt aber nicht zu. Das ist typisch für Hütehunde, die gern alles „beisammenhalten“. Kurze, gemütliche Spaziergänge genießt er, lange Strecken sind zu anstrengend. Brendy hat Angst vor Silvesterböllern. Alleinbleiben fällt ihm sehr schwer und müsste sehr vorsichtig geübt werden. Ein ebenerdiges Zuhause ist wichtig, denn Treppen sind belastend für ihn.
Wunschzuhause: Brendy braucht ein ruhiges, ebenerdiges Zuhause ohne Kinder. Ein Garten wäre ideal, damit er sich frei bewegen kann. Seine Menschen sollten viel Zeit für ihn haben; Nähe ist ihm wichtig. Erfahrung mit Hütehunden oder die Bereitschaft, deren typisches Verhalten zu verstehen, ist Voraussetzung. Auch eine Pflegestelle in der Nähe des Tierheims Bonn wäre möglich. Tierarzt- und Medikamentenkosten würden übernommen; wichtig ist jedoch Mobilität für die Termine.
WDR.de "Tiere suchen ein Zuhause", 20.02.2026