Porträt von Alfred Grünewald

Alfred Grünewald - Der Hunger war allgegenwärtig

Alfred Grünewald, 1930 in Köln geboren, wächst unter sehr beengten Verhältnissen im Arbeiterstadtteil Ehrenfeld auf. Nur knapp entkommt er der Gefahr,  im Volkssturm eingesetzt zu werden. Mit dem Volkssturm schickten die Nationalsozialisten ihr letztes Aufgebot, Jungen und alte Männer, in den Krieg. Als er bei Kriegsende den ersten amerikanischen Soldaten begegnet, ist er 14 Jahre alt.

SchülerInnen befragen den Zeitzeugen Alfred Grünewald

Für Alfred Grünewald bedeutet das Kriegsende, trotz Hunger und Zerstörung, „ein Gefühl der Erleichterung“. Im Rahmen des Bahnhofsdienstes hilft er ankommenden Geflüchteten. Mit Geschick – und wohl auch einem Quäntchen Glück – schlägt er sich durch, mit Hamsterfahrten, Lebensmittelmarken und einem kleinen Garten hinterm Haus.

Beteiligt am Wiederaufbau

Sein sehnlichster Wunsch, nämlich Förster zu werden, wird nicht wahr. Stattdessen macht er eine Ausbildung zum Ingenieur und ist beteiligt am Wiederaufbau der Ford-Werke in Köln.

Er heiratet 1955 und wird Vater von drei Söhnen. Alfred Grünewald lebt in Köln.