Eintracht Frankfurt hat den 1. FC Köln am ersten Bundesligaspieltag mit 0:2 geschlagen. Für die Tore sorgte Laura Freigang (12., 45.).
Eintracht startet dominant
Für den FC wurde es schon in der dritten Spielminute gefährlich: Ein Frankfurter Eckball, ausgeführt von Larissa Mülhaus, näherte sich bedrohlich dem zweiten Pfosten. Kölns Torfrau Lisa Schmitz bekam ihn nicht zu fassen - Glück für Köln, dass der Ball das Tor doch noch verfehlte und im Seitenaus landete.
Diese Szene blieb fortan ein Sinnbild für die Frankfurter Dominanz auf dem Platz. Schon nach zehn Spielminuten zeigte sich die Eintracht klar spielbestimmend und setzte die Gäste immer wieder vor dem Tor unter Druck.
Eine Ecke von Kölns Neuzugang Sædís Rún Heiðarsdóttir in der zwölften Spielminute sorgte für die erste Offensivaktion des FC. Die Isländerin gab den Ball zum zweiten Pfosten herein, wo Pauline Bremer ungedeckt wartete, den Ball jedoch neben das Tor setzte.
Erstes Tor durch Konter
Diese eigentlich vielversprechende erste Chance der Kölnerinnen endete jedoch in einem verhängnisvollen Konter der Gastgeberinnen: Nach einem schnellen Passwechsel in die Kölner Hälfte brachte Frankfurts Erëleta Memeti den Ball mit einer präzisen Vorlage vor die Füße von Laura Freigang an die Strafraumkante. Diese Chance ließ die Eintracht-Kapitänin nicht liegen, überwand Schmitz und sicherte ihrem Team so das erste Tor der Partie.
Das neue Abwehrbollwerk der Kölnerinnen, bestehend aus Marina Hegering und Kathrin Hendrich, die Anfang August aus Chicago an den Rhein gewechselt war, hatte den Angriff nicht vereiteln können. Die beiden Nationalspielerinnen bildeten die Innenverteidigung der Kölner Startaufstellung.
Erst gegen Mitte der ersten Hälfte fanden die Kölnerinnen besseren Zugang zur Partie. Sie verschoben das Spiel nun zunehmend in die Frankfurter Hälfte und zeigten, dass sie durchdachtes, passgenaues Aufbauspiel durchaus beherrschen. Nur der konsequente Zug auf das Tor gelang nicht. In der Rückwärtsbewegung während der Frankfurter Konter blieb der FC nachlässig.
Frankfurt vor der Pause erneut gefährlich
Die Eintracht wurde ab der 40. Spielminute mit einem Freistoß, vier Torschüssen und einer Ecke noch einmal gefährlich, scheiterte im Abschluss zunächst aber - teils an mangelhafter Ausführung, teils an Torfrau Schmitz. Es war in der 45. Spielminute schließlich erneut Kapitänin Freigang die einen der zahlreichen Versuche nach einem quer gelegten Ball von Memeti erfolgreich zum Abschluss brachte.
So zogen die Frankfurterinnen mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause. Ihr Spiel glänzte in der ersten Hälfte unter anderem durch das dynamische Zusammenspiel von Mülhaus, Freigang und Memeti. Die Kölnerinnen verließen den Platz mit Verbesserungsbedarf im defensiven Umschaltspiel und der Chancenverwertung, gerade in Standardsituationen.
Zur zweiten Hälfte verließ Abwehrspielerin Amelie Bohnen den Platz, für sie lief die Mittelfeldspielerin Weronika Zawistowska auf. Laura Feiersinger zog in die Abwehr, Zawistowska besetzte ihre Position im Mittelfeld. Kölns Abwehr zeigte sich in den ersten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff tatsächlich stabiler als in der ersten Halbzeit. Doch in der Offensive blieben die Gäste zu passiv, Eintracht zugleich wach.
Köln mit Doppelwechseln
Auch die Schwächen in der Rückwärtsbewegung bekamen die Kölnerinnen in der zweiten Hälfte nicht in den Griff. Die Eintracht blieb in Kontersituationen gefährlich. Um die Offensive zu stärken, brachte FC-Trainerin Britta Carlson die Stürmerinnen Vanessa Leimenstoll für Heiðarsdóttir und Sandra Jessen für Lydia Andrade in der 66. Spielminute in die Partie.
Doch die erhofften Aktionen vor dem Tor blieben trotz sichtbarer Bemühungen der Kölnerinnen weiter aus. Zu stabil stand die Frankfurter Defensive. In der 80. Spielminute hatte der FC erst einen einzigen Torschuss zu verzeichnen.15 Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit versuchte Carlson erneut durch einen Doppelwechsel Veränderungen in die Spieldynamik zu bringen und schickte Carolin Elsen für Sophie Nachtigall und Dóra Zeller für Laura Vogt auf den Platz.
Der FC ohne erhofften Anschlusstreffer
Doch dieser Versuch blieb ebenfalls erfolglos. Auch die Frankfurterinnen glänzten in der zweiten Hälfte zwar nicht durch Offensivaktionen, hatten diese aufgrund der Führung und soliden Abwehrleistung allerdings auch nicht nötig. Anders als der FC, der das Ruder der Partie jedoch bis zum Schlus nicht herumreißen konnte, auch wenn sich die Leistung im Vergleich zur ersten Hälfte verbessert hatte. Die Schlussphase der Partie verlief unspektakulär, die Eintracht verteidigte gelassen ihre Führung, Köln gelang der Zugriff nicht.
So konnte die Eintracht bei diesem Bundesliga-Auftakt Selbstbewusstsein für die anstehende Champions-League Qualifikation tanken. Beim FC hingegen wurden Baustellen gerade im Umschaltspiel sichtbar. Auch in der Offensive müssen die Kölnerinnen kreativer und konsequenter weden. Marina Hegering äußerte sich nach dem Spiel gegenüber Magenta-Sport selbstkritisch: "Die erste Halbzeit haben wir verpennt. Ingesamt war es heute einfach zu wenig." Zufrieden sei sie jedoch mit der Leistungssteiergung in der zweiten Halbzeit gewesen.
Köln nächste Woche mit erstem Heimspiel
Der FC empfängt im nächsten Ligaspiel am Freitag, 28. August, die TSG Hoffenheim. Anstoß ist um 18:30.
Unsere Quellen: Übertragung der Partie Eintracht Frankfurt gegen 1. FC Köln am 22.08.2026 bei DAZN
Sendung: WDR.de, "Köln verliert in Frankfurt", 22.08.26, 14:03 Uhr