Porträtaufnahme von Schriftstellerin Lena Schätte.

WDR-Kultursommer 2026 Wer ist Bachmannpreisträgerin Lena Schätte?

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Die Lüdenscheiderin schreibt über Körper, Armut und Gewalt. In diesem Jahr gewinnt sie den Bachmannpreis. Aber wer ist die Autorin Lena Schätte?

Von der Psychiatriekrankenschwester zur Autorin: Lena Schätte ist 32 Jahre alt, kommt aus Lüdenscheid und hat lange als Pflegerin in einer Psychiatrie gearbeitet. Danach studierte sie Kreatives Schreiben. Ihren Weg in die Literatur beschreibt sie als Privileg, das sich schnell wieder ändern kann - Teilzeit in der Pflege schließt sie nicht aus.

Ingeborg Bachmannpreis

Den diesjährigen Ingeborg Bachmannpreis hat sie für ihren Text "Was wir tragen" gewonnen. Ihre Erzählung handelt von Armut, Gewalt und Körperdiskriminierung. Es geht um zwei mehrgewichtige Mädchen, die sich in der Schule anfreunden und dort viel Gewalt erleben. Ihre Texte sind dabei nah an ihrer eigenen Biografie.

Bachmann-Preisträgerin Lena Schätte (M) präsentiert die Auszeichnung des Ingeborg-Bachmann-Preis' zusammen mit Intendantin Nadja Kayali (l.) und der Vorständin Renata Maurer-Nikolic (r.).

Lena Schätte (Bildmitte) präsentiert ihre Auszeichnung mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis.

Bildquelle: Wolfgang Jannach/picture alliance/dpa/APA

Schon im Debütroman "Das Schwarz an den Händen meines Vaters" ist im vergangenen Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert worden. Dabei erzählt sie vom Aufwachsen mit einem alkoholkranken Vater. Für sie ist Literatur ein Türöffner, womit Empathie geschaffen werden kann und Lebensrealitäten abgebildet werden können.

Lena Schätte: aus der Pflege in den Literatur-Olymp

Bildquelle: WDR

03:21 Min. Verfügbar bis 15.08.2028

Schreiben im Baumarkt

Für ihre Texte lässt sie sich an verschiedenen Orten inspirieren. Schreiben kann sie am besten im Gewusel zum Beispiel im Café oder Baumarkt, sagt sie. Dabei beobachtet sie zwischen Regalen und Einkaufswagen die Menschen beim Einkaufen, Unterhalten und Streiten. Für sie ist der Baumarkt ein Ort, um sich Dinge anzugucken, von denen sie keine Ahnung hat. Dann überlegt sie sich Geschichten dazu.

"Ich hab eine Liebe zur Normalität. Vermeintlich unspannende Orte reizen mich eher als Sachen, die offensichtlich spektakulär sind. Und ich mag's die Leute bei alltäglichen Dingen zu beobachten" Lena Schätte, Schriftstellerin

Und genau das regt sie zum Schreiben an, wie sie sagt. Denn Zuhause am Schreibtisch könne sie sich nicht gut genug konzentrieren - da würde sie eher den Schrank aufräumen, als am Text weiterzuarbeiten. 

Unsere Quellen:

  • WDR Interview mit Lena Schätte
  • Homepage des Ingeborg-Bachmann-Preis'

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit am Samstag, 15.08.2026, 19:30 Uhr

Literatur im WDR

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