Paul Hordych schreibt in Köln an seinem Kinodebüt

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03:17 Min. Verfügbar bis 10.08.2028

WDR-Kultursommer 2026 Paul Hordych schreibt in Köln an seinem Kinodebüt

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Paul Hordychs Abschlussfilm in Babelsberg war preiswürdig. Jetzt hat der junge Regisseur eine Produktionsfirma in Köln gegründet.

Es dreht sich alles um Fußball und die Jungs in der Umkleidekabine - jedenfalls in dem Film "Champions und Wir" des jungen Regisseurs Paul Hordych. Dessen Hauptdarsteller, Tommes Diallo, hat beim Filmfestival Max Ophüls Preis Anfang des Jahres die Auszeichnung als Bester Schauspielnachwuchs bekommen.

Schauspielpreise "sind ja auch immer irgendwie Preise für die Regie", freut sich Paul Hordych. Der 26-Jährige hat früher selbst mit Ehrgeiz gekickt, er kennt "diese spielerische Art, diese Freude am Zusammensein", sagt er, und kann sich "sehr in diesen Kabinenszenen wiedererkennen".

Die eigentliche Geschichte, die Paul Hordych in "Champions und Wir" erzählt, handelt von den beiden jugendlichen Protagonisten, die ihre Zuneigung zueinander, ihre Freundschaft, ihre körperliche Nähe für sich sortieren müssen. Ihn interessiere das Thema Männlichkeit, sagt der Filmemacher.

"Schauspielpreise sind ja auch immer irgendwie Preise für die Regie." Paul Hordych, Regisseur

Paul Hordychs Leidenschaft gehört schon lange dem Film. 2018 hat er das Filmkollektiv "Drehmetrie" in München mitgegründet - ein Versuchslabor mit wenig Mitteln und viel Ausprobieren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton und anschließend ein Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf bei Berlin. Dort war "Champions und Wir" sein Abschlussfilm.

Jetzt ist Paul Hordych Teil der Produktionsfirma Peak Point Pictures in Köln, gemeinsam mit Len Reddemann, seinem Kommilitonen und Produzenten von "Champions und Wir". Und gemeinsam mit erfahrenen Filmleuten der Firmen Zeitsprung Pictures und MMC Studios in Köln-Ossendorf.

Junge Talente und alte Hasen bei Peak Point Pictures

Seit Anfang Februar ist Peak Point Pictures am Start "mit Fokus auf europäisches und deutsches Debütkino und internationale Koproduktionen", wie Paul Hordych der Film- und Kulturwebsite "Testkammer" erzählt. Förderung kommt von der Film und Medien Stiftung NRW.

Zur Zeit arbeitet er an seinem Debütfilm fürs Kino - Titel: "Das erste Mal Atlantik". Das werde so was wie ein "Summer Noir", sagt Paul Hordych, "eine Mischung aus diesem flirrenden Sommergefühl, gepaart eben mit 'ner tragischen Liebesgeschichte". Dann stockt er und lacht: "Ich weiß gar nicht, ob ich den Inhalt verraten will." Vermutlich dreht sich nicht alles um Fußball.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit, 10.08.2026, 19:30 Uhr