Ägyptisches Museum an Pyramiden eröffnet | Kurzvideo

00:30 Min. Verfügbar bis 01.11.2027

Großes Ägyptisches Museum mit Festakt eröffnet: Tutanchamun-Grabschatz

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Nach Verzögerungen ist am Samstag in Giseh das Große Ägyptische Museum eröffnet worden. Zu sehen gibt es rund 100.000 antike Exponate.

Es sollte ein Ereignis sein wie im "pharaonischen Maßstab": Könige, Staatschefs und internationale Prominenz waren eingeladen, um am Samstag bei der offiziellen Eröffnung des Großen Ägyptischen Museums an den Pyramiden in der Nähe von Kairo mit seinen wertvollen Schätzen dabei zu sein. Aus Deutschland ist zum Beispiel Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angereist.

Blick auf das Große Ägyptische Museum in der Nähe der Pyramiden von Gizeh in Gizeh, Ägypten.

Blick auf das GEM

Feiern über drei Tage sollen zeigen, dass hier ein "Wahrzeichen von Weltklasse" entstanden ist - so auf jeden Fall die erklärte Absicht der ägyptischen Regierung. Der Eröffnungstag wurde zum Feiertag erklärt, und in Kairo wurden öffentlich Leinwände aufgestellt, um die Zeremonie live zu übertragen. Gewöhnliche Besucher sind allerdings erst ab dem 4. November zugelassen.

Unzählige Exponate in zwölf Hallen

Mit dem GEM, wie das Museum in Kurzform heißt, bekommen die wichtigsten Artefakte des alten Ägyptens ein prachtvolles neues Zuhause. Der monumentale Bau in Giseh im Großraum Kairo beheimatet in zwölf Ausstellungshallen mehr als 100.000 Stücke aus der pharaonischen, griechischen und römischen Antike - laut Betreibern das größte archäologische Museum der Welt.

Kompletter Grabschatz von Tutanchamun zu sehen

Nun ist auch der vollständige Grabschatz des Pharaos Tutanchamun zu sehen. Zum ersten Mal, seit der britische Archäologe Howard Carter 1922 die Grabkammer im Tal der Könige entdeckte, werden nun alle rund 5.300 Stücke gezeigt, 2.000 davon sind noch nie öffentlich ausgestellt worden. Zum Schatz gehört auch die goldene Totenmaske des jungen Königs, die zum wohl bekanntesten Symbol pharaonischer Zeiten wurde.

Mit der Eröffnung endet auch eine jahrelange Wartezeit mit immer neuen Verzögerungen. Angekündigt wurde das Museum bereits in den 1990er Jahren, selbst der Beginn der Bauarbeiten liegt 20 Jahre zurück. Immer wieder kam etwas dazwischen - eine Revolution, politische Unruhen, eine Wirtschaftskrise, die Corona-Pandemie, schließlich noch der Krieg im benachbarten Gaza. Zugänglich sind weite Teile des GEM aber schon seit einem Jahr, der Lichthof mit der elf Meter hohen Statue von Ramses II. bereits seit 2023.

Unsere Quellen:

  • Deutsche Presse Agentur

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