Streik legt Tunnel in NRW lahm | Aktuelle Stunde
Aktuelle Stunde . 20.01.2026. 18 Min. 9 Sek.. UT. Verfügbar bis 20.01.2028. WDR. Von Fritz Sprengart.
Warnstreik im Straßenbau: Fast alle Tunnel in NRW wieder freigegeben
Stand:
Nach dem bundesweiten Verdi-Warnstreik am Mittwoch im Straßenbau sind alle streikbedingten Tunnel-Sperrungen in NRW beendet.
Die vom Streik betroffenen Straßen-Tunnel wurden im Laufe des Tages nach und nach freigegeben. Mittlerweile ist nur noch der Kiesbergtunnel in Wuppertal auf der L70 gesperrt - allerdings nicht wegen des Streiks, teilt das WDR-Verkehrsstudio unter Berufung auf die Tunnelleitzentrale Leverkusen mit.
Demnach gibt es am Kiesbergtunnel technische Probleme. Möglicherweise können sie aber noch am Mittwochabend behoben und der Tunnel wieder freigegeben werden.
Streik der Straßenmeistereien und Landesstraßenbau-Verwaltungen
Anlass für die Warnstreiks war der "jeweils zähe bis inakzeptable Verlauf" der Tarifrunden zur Autobahn GmbH des Bundes mit ihren rund 14.000 Beschäftigten und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, hieß es von der Gewerkschaft Verdi. Sie fordert sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen.
Der Universitätstunnel in Düsseldorf auf der A46 bleibt wohl frei
Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle sagte, jeden Tag kümmerten sich abertausende Beschäftigte um einen möglichst reibungslosen Verkehr auf Straßen, Brücken und in Tunneln. "Und sie wollen mit diesem gemeinsamen Streiktag zeigen, dass ihre Arbeit besser bezahlt gehört."
Bundesweite Warnstreiks an 18 Standorten
Bundesweit waren Arbeitsniederlegungen in Niederlassungen und Außenstellen der Autobahn GmbH etwa in Nürnberg, Rostock, Stuttgart, Hannover, Montabaur, Hamm, Gelsenkirchen, Köln, Kiel, Hamburg und Berlin geplant.
Demo auf dem Martin-Luther-Platz in Hamm
Auf Landesebene wurden Straßenmeistereien sowie Verkehrs- und Tunnelleitzentralen bestreikt - auch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
An einigen Orten wie Hamm, Gelsenkirchen und Dortmund versammelten sich Streikende zu Kundgebungen. In Hamm etwa versammelten sich etwa 300 Menschen. Die Redner betonten, dass sie sich den Einschnitten in den Alltag vieler Menschen durch die Tunnelsperrungen bewusst sind.
Unsere Quellen:
- ver.di
- Landesbetrieb Straßen.NRW
- Sprecher Autobahn GmbH des Bundes
- WDR-Reporter
- Nachrichtenagentur dpa/lnw
- WDR-Verkehrsstudio
- Tunnelleitzentrale Leverkusen
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