Die Staatsanwaltschaft in Dortmund bestätigt, dass zwei Strafanzeigen der Stadt Dortmund gegen die ehemalige Leiterin des rechtsmedizinischen Instituts vorliegen. Das Institut ist Teil des städtischen Gesundheitsamtes.
Vorwurf der Untreue
In den Anzeigen ginge es unter anderem um den Vorwurf der Untreue. Das erklärt Staatsanwalt Henner Kruse. Es heißt, sie habe Abrechnungen nicht ordnungsgemäß vorgenommen.
Die Stadt Dortmund hatte die Leiterin des Instituts sowie einen anderen Mitarbeiter im November entlassen. Die Bild-Zeitung berichtete zuerst darüber. Die Stadt erklärt in einer Stellungnahme, dass seit Oktober 2025 wegen "möglichen Verfehlungen" personal- und strafrechtliche Verfahren laufen.
Anwalt sieht Vorwürfe als haltlos an
Der Anwalt der Beschuldigten, Malte Englert, sagt, die Vorwürfe gegen seine Mandantin seien haltlos. "Ich sehe nichts zu bestanden."
Laut ihres Anwaltes hatte sie zuvor Missstände in Bezug auf die selbstständige Beschäftigung von Mitarbeitern bei der Gerichtsmedizin angeprangert.
Ich denke, es ist zumindest nicht unwahrscheinlich, dass strafrechtliche Vorwürfe sachfremd instrumentalisiert werden, um eine unliebsame Mitarbeiterin mundtot zu machen und loszuwerden. Malte Englert, Strafverteidiger
Laut Englert, wolle die Leiterin gegen die Kündigung nun gerichtlich vorgehen, erklärt er im Gespräch mit dem WDR.
Unsere Quellen:
- Stadt Dortmund
- Staatsanwaltschaft Dortmund
- Rechtsanwalt Malte Englert
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 20.01.2026, 15.31 Uhr