Mehr als 100 E-Autoakkus speichern den Strom im Container

Nachbarschaftshilfe im Sauerland Esloher Container machen Strom billiger

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Nachbarschaftshilfe in Sachen Stromsparen. Und zwar im großen Stil! So könnte man das Geschäftsmodell der Firma Outarky aus Eslohe auch beschreiben. Konkret bedeutet das: in Eslohe werden Container geplant, vollgestopft mit Akkus und jeder Menge Software. Der erste Container dieser Art wurde in der Nachbarschaft in Meschede beim Kunden hingestellt und in Betrieb genommen. Seitdem spart das Unternehmen Stromkosten in großen Mengen.

Von Logo des Westdeutschen RundfunkMatthias Heise

Viele Fachbegriffe und noch mehr technische Details fliegen durch den Raum, wenn sich das Team in Eslohe trifft, um einen neuen Container zu planen. Im Rittersaal dominiert ein riesiger Monitor. Davor an der großen Tafel sitzt auch Clemens Wullenweber. Einer von drei Geschäftsführern bei Outarky.

Energiemanagement im mit Akkus vollgestopften Container

Clemens Wullenweber steht vor einem Monitor und erläutert die Pläne.

Clemens Wullenweber erläutert die Planungen für einen neuen Container.

Auf einem ehemaligen Rittergut planen und tüfteln die Experten an innovativen Energiemanagement-Lösungen in Überseecontainern. Kunden werden dafür auch auf Schützenfesten gewonnen. Energiepreise sind halt immer Thema. Sauerländer für Sauerländer ist für die Esloher mehr als eine Floskel. Es ist ihr Geschäftsmodell.

Sauerländer für Sauerländer als Geschäftsmodell

So wie bei Knut Langer. Er hat ein Kunststoff-Unternehmen in Meschede und seit kurzem steht auch ein in Eslohe geplanter Container dort. Der ist vollgestopft mit rund 100 nicht mehr benötigten E-Autoakkus. Die können 1900 kWh speichern. Das Unternehmen gewinnt auch Sonnenstrom.

„Den PV Strom speichern und verbrauchen wir selbst. Das zweite ist die Lastspitzenkappung. Das dritte ist, dass wir Strom einkaufen können, wenn er günstig ist.“ Knut Langer, Geschäftsführer Werner Langer Kunststoffe Meschede

Für Langer geht es nicht darum völlig unabhängig vom Stromnetz zu sein. Dafür ist der tägliche Verbrauch noch zu hoch und der Container aus Eslohe noch viel zu klein. Pro Tag verbraucht das Unternehmen rund 8.000 Kilowattstunden Strom. Also soviel wie zwei Einfamilienhäuser in einem ganzen Jahr.

100.000 Euro Einsparung pro Jahr bei den Stromkosten

Knut Langer und Franz-Josef Wullenweber inspizieren den Container.

Knut Langer und Franz-Josef Wullenweber inspizieren den Container.

Trotzdem lässt sich mit dem Container im großen Stil Geld sparen. Die Investition von gut einer halben Million Euro lohnt sich nach etwa fünf Jahren. Etwa 100.000 Euro jährlich will Knut Langer an Stromkosten einsparen. Für den Mescheder Unternehmer war auch entscheidend, dass der Container quasi aus der Nachbarschaft stammt.

24/7 digitale Überwachung des Containers

Überwachungsmonitor

Durch die digitale Überwachung kann live verfolgt werden, was im Container gerade passiert.

Währenddessen sieht und steuert Clemens Wullenweber live, was sich im Container in Meschede tut. Das Stichwort heißt Energiemanagement. Auf seinen Monitoren wird angezeigt, wieviel Strom in Meschede erzeugt und verbraucht wird. Aber auch, was Strom gerade an den Börsen kostet. Wenn´s gerade günstig ist wird eingekauft und abgespeichert.

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Clemens Wullenweber, Geschäftsführer Outarky
  • Gespräch mit Knut Langer, Geschäftsführer Werner Langer Kunststoffe
  • Eindrücke und Gespräche des WDR-Reporters vor Ort

Esloher Container machen Strom billiger

WDR 00:40 Min. Verfügbar bis 04.08.2028


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