In Zukunft setzt Deutschland auf grünen Strom, will bis 2045 klimaneutral sein. "Der Strom kommt von Offshore-Windparks an der Küste, von Windparks auf dem Festland und von Photovoltaikanlagen", erklärt Ingo Jürgens von Amprion. Darauf müsse man sich einstellen. Deutschland sei aber mittlerweile beim Netzbau vorangekommen. "Wir wollen, dass die Region, der Kreis Düren so schnell wie möglich klimaneutral wird", sagt Jürgens.
Wirtschaftsstandort sichern
Ganz ohne Widerstand ist die Planung aber in den vergangenen Jahren nicht abgelaufen. Sowohl die angrenzenden Kommunen als auch Landwirte übten Kritik. Beide Seiten monierten den Flächenverlust.
Es wurden aber Kompromisse gefunden. Diese waren auch notwendig: "Wir haben bei uns alleine 7.000 Jobs in der Papierindustrie. Und dieser Industriezweig benötigt viel Strom, um international weiter wettbewerbsfähig zu bleiben", betont Ralf Nolten (CDU), Landrat des Kreises Düren.
Transparentes Verfahren
Amprion lobte vor allem die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden, darunter die Bezirksregierung Köln. Nach zwei Jahren habe die Genehmigung auf dem Schreibtisch gelegen, erklärt Jürgens vom Netzbetreiber. Insgesamt, so stellt er fest, hole Deutschland beim Netzaufbau auf.
Auf die bis zu 75 Meter hohen Maste angesprochen, betonte Jürgens, dass die Energiewende nicht unsichtbar sei. Der Bürgermeister von Niederzier, der parteilose Frank Rombey, fügte hinzu, dass man viereinhalb Jahrzehnte von den Braunkohle gelebt habe und es nun Zeit für neue, regenerative Energien sei.
Insgesamt werden in den kommenden zwei Jahren 46 neue Maste gebaut - parallel zu noch bestehenden Stromtrasse. In 2028 soll die neue Trasse dann in Betrieb genommen werden. Danach beginnt der Rückbau der Alt-Anlagen.
Unsere Quellen:
- Amprion
- Gemeinde Niederzier
- Kreis Düren
Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 23.06.2026, 8:31 Uhr