Neue Höchstspannungsleiter in Niederzier

WDR 01:49 Min. Verfügbar bis 23.06.2028

16 Kilometer lang Amprion baut leistungsstarke Stromtrasse in Niederzier

Stand:

Der Netzbetreiber Amprion hat an der Umspannanlage Oberzier in der Gemeinde Niederzier mit dem Bau einer neuen, leistungsfähigeren Höchstspannungsleitung begonnen. 80 Millionen Euro werden in die 16 Kilometer lange Trasse, die bis nach Blatzheim bei Kerpen führt, investiert. Die neue Trasse - Voraussetzung für die Energiewende.

Von
Logo des Westdeutschen Rundfunk
Thomas Wenkert

In Zukunft setzt Deutschland auf grünen Strom, will bis 2045 klimaneutral sein. "Der Strom kommt von Offshore-Windparks an der Küste, von Windparks auf dem Festland und von Photovoltaikanlagen", erklärt Ingo Jürgens von Amprion. Darauf müsse man sich einstellen. Deutschland sei aber mittlerweile beim Netzbau vorangekommen. "Wir wollen, dass die Region, der Kreis Düren so schnell wie möglich klimaneutral wird", sagt Jürgens.

Auf einer Karte ist der geplante Verlauf der Stromtrasse von Oberzier nach Blatzheim eingezeichnet

16 Kilometer soll der geplante Verlauf der Stromtrasse von Oberzier nach Blatzheim überspannen.

Wirtschaftsstandort sichern

Ganz ohne Widerstand ist die Planung aber in den vergangenen Jahren nicht abgelaufen. Sowohl die angrenzenden Kommunen als auch Landwirte übten Kritik. Beide Seiten monierten den Flächenverlust.

Es wurden aber Kompromisse gefunden. Diese waren auch notwendig: "Wir haben bei uns alleine 7.000 Jobs in der Papierindustrie. Und dieser Industriezweig benötigt viel Strom, um international weiter wettbewerbsfähig zu bleiben", betont Ralf Nolten (CDU), Landrat des Kreises Düren.

Transparentes Verfahren

Amprion lobte vor allem die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden, darunter die Bezirksregierung Köln. Nach zwei Jahren habe die Genehmigung auf dem Schreibtisch gelegen, erklärt Jürgens vom Netzbetreiber. Insgesamt, so stellt er fest, hole Deutschland beim Netzaufbau auf.

Ein Mann steht vor einem pinken Hintergrund und spricht in ein Mikrofon

Ingo Jürgens vom Netzbetreiber Amprion betont die Wichtigkeit der Energiewende.

Auf die bis zu 75 Meter hohen Maste angesprochen, betonte Jürgens, dass die Energiewende nicht unsichtbar sei. Der Bürgermeister von Niederzier, der parteilose Frank Rombey, fügte hinzu, dass man viereinhalb Jahrzehnte von den Braunkohle gelebt habe und es nun Zeit für neue, regenerative Energien sei.

Insgesamt werden in den kommenden zwei Jahren 46 neue Maste gebaut - parallel zu noch bestehenden Stromtrasse. In 2028 soll die neue Trasse dann in Betrieb genommen werden. Danach beginnt der Rückbau der Alt-Anlagen. 

Unsere Quellen:

Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 23.06.2026, 8:31 Uhr

Weitere Beiträge aus dem Kreis Düren

1 / 2