Immer mehr Nutrias werden an Rur und in der Eifel getötet

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WDR 00:46 Min. Verfügbar bis 06.07.2028

Nutrias an Rur und in der Eifel

Warum immer mehr Nager geschossen werden

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An den Gewässern in der Eifel und entlang der Rur stehen immer mehr Fallen für Nutrias. Darum müssen Jäger in der Region handeln.

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Immer mehr Fallen für Nutrias gibt es an den Gewässern in der Eifel und entlang der Rur. So wie am Konzendorfer Bach in Düren. Der Grund: Nutrias gelten in Deutschland seit vielen Jahren als invasive Art. Deshalb haben Jäger im letzten Jagdjahr allein in NRW gut 41.000 davon geschossen. Auch der Wasserband Eifel-Rur fängt immer mehr Nutrias mit Lebendfallen ein und erlegt sie.

Tiere gefährden Hochwasserschutz

Sorgt sich um den Hochwasserschutz: Markus Seiler. | Bildquelle: WDR/Julia Küppers

Marcus Seiler vom Wasserverband Eifel-Rur sagt, dass die Nager in die Uferböschungen ihre Wohnbauten graben und dadurch die Wände destabilisieren, in dem sie sie einfach zerlöchern. "Wenn ein Hochwasser kommt, kann es sehr schnell passieren, dass Uferböschungen aufbrechen oder auch Dämme und die dann ihre Schutzfunktion nicht mehr wahrnehmen können."

Tierschützer haben sich z.B. im Kreis Heinsberg schon mit Petitionen gegen das Töten der Tiere eingesetzt, jedoch ohne Erfolg. Der Wasserverband Eifel-Rur setzt sich hingegen für den Schutz des ähnlich aussehenden, aber nicht artverwandten Bibers ein: Oft werden Nutrias mit Lebendfallen gefangen, um zu vermeiden, dass der artengeschützte Biber versehentlich getötet wird. Biber werden anschließend wieder freigelassen, auch wenn sie ebenfalls ein Problem für Dämme darstellen können.

Warum sind Nutrias hier?

Die Südamerikanischen Tiere wurden um 1920 wegen ihrer Pelze eingeschleppt und gezüchtet. Als der Modetrend Pelz abebbte, wurden die Nutrias ausgesetzt. So haben sie auch entlang der Rur und kleinen Bächen in der Region ein zu Hause gefunden. Sie vermehren sich schnell: Ein weibliches Nutria wirft zwei bis drei Mal im Jahr fünf bis acht Jungtiere.

Nutrias buddeln in Ufernähe: Solche Löcher gefährden den Uferrand der Rur. | Bildquelle: WDR/Julia Küppers

Für manche Menschen gelten die rund 10 kg schweren Nager auch als Delikatesse. Der Wasserband Eifel-Rur bekommt Anfragen, getötete Tiere abzugeben, jedoch können die Tiere nicht ausreichend untersucht werden, um sicher zu stellen, dass sie essbar sind. Der Verband rät, die flauschigen Tiere weder zu füttern noch zu fangen. Sie können Krankheiten übertragen.

Unsere Quelle:

  • Gespräch mit Marcus Seiler vom Wasserverband Eifel-Rur

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Aachen, 06.07.2026, 18:09 Uhr