Trockenheit lässt Flüsse im Kreis Düren leiden

Bildquelle: WDR/ Donata Jertz

02:27 Min. Verfügbar bis 03.08.2028

Böden hart wie Beton Trockenheit lässt Flüsse im Kreis Düren leiden

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Wochenlange Hitze und kaum Niederschlag - was das für Flüsse bedeutet und was passiert, wenn wieder Regen kommt.

Die Hitze hat ihre Spuren hinterlassen - auch an der Rur mitten in Düren. Marcus Seiler vom Wasserverband Eifel-Rur schaut regelmäßig nach dem Pegelstand. Denn das Wasser ist so niedrig, dass man an vielen Stellen schon das Kiesbett sehen kann.

Die Rur selbst macht ihm derzeit trotzdem weniger Sorgen. Denn hier kann der Pegel reguliert werden - durch die Talsperren in der Umgebung, und die sind gut gefüllt. Völlig austrocknen wird dieser Fluss also so schnell nicht.

Flüsse am Echtzer See zum Teil völlig ausgetrocknet

Das sieht nur wenige Kilometer weiter bei kleineren Flüssen ganz anders aus: Der Konzendorfer Bach und der Schlichbach am Echtzer See zum Beispiel sind durch die anhaltende Trockenheit komplett verdorrt.

Wo normalerweise Wasser durch das Bachbett fließt, sind nur noch trockene Steine, verdorrte Pflanzen und fest gewordener Boden zu sehen. Für die im Bach lebenden Organismen ist damit der gesamte Lebensraum verschwunden, sagt Seiler.

"Die Situation ist für die Gewässerlebewesen stressig und auch meistens tödlich. Und wenn dann wieder Wasser kommt, muss sich alles neu ansiedeln." Marcus Seiler, Wasserverband Eifel-Rur

Böden zum Teil fest wie Beton

Wenn wieder Wasser kommt, dann werden einige Böden allerdings durch die Trockenheit hart wie Beton sein und nur wenig Regen aufnehmen können. Viele Menschen denken mit Sorge zurück an die schreckliche Flut vor ein paar Jahren.

Marcus Seiler, Pressesprecher Wasserverband Eifel-Rur an der Rur in Düren

Marcus Seiler ist der Pressesprecher des Wasserverbands Eifel-Rur.

Bildquelle: WDR/ Donata Jertz

Angst vor neuer Flut durch Starkregen

Markus Seiler kann da erst mal beruhigen. "Die Hochwasserkatastrophe 2021 hatte andere Gründe. Das war kein regional begrenztes Starkregenereignis, sondern das war eine große Wetterlage, die sehr viel Wasser in einen Bereich von Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden gebracht hat. Das ist etwas anderes als der normale Starkregen. Außerdem: vor dem Hochwasser damals hatte es auch schon geregnet, so dass die Böden zu der Zeit gesättigt waren und kein Wasser mehr aufnehmen konnten. Das heißt, das Wasser ist direkt zum Abfluss in die Flüsse gekommen in der großen Menge und hat die Überschwemmungen verursacht.“

Ausreichend Vorräte in den Talsperren

Entwarnung gibt er auch für die Trinkwasserversorgung, zumindest solange das Wasser zur Aufbereitung aus den Talsperren kommt. "Da sind die Vorräte ausreichend, da kommen wir auch über die trockene Zeit. Etwas anderes ist es natürlich dort, wo Wasser aus Grundwasserstöcken genommen wird. Und da kann es dann knapp werden, wie wir es in Jülich auch schon hatten," sagt Seiler.

Stadtwerke: Genug Trinkwasser auch in Jülich

Die Jülicher Stadtwerke sagten auf WDR-Anfrage heute, dass die Situation -nach einer vorübergehenden Knappheit Ende Mai- weiterhin entspannt sei. Nachdem offensichtlich die meisten Leute ihre Pools im Garten aufgefüllt haben, ist der Wasserverbrauch wieder normal.

Trotzdem sollte man mit Trinkwasser sparsam umgehen. Und für die Flüsse gilt bis Ende September eine Verordnung, nachdem niemand Wasser in größeren Mengen für den privaten Verbrauch entnehmen darf.

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Marcus Seiler, Pressesprecher Wasserverband Eifel-Rur
  • Gespräch mit der Pressestelle der Stadtwerke Jülich

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Aachen03.08.2026, 19:30 Uhr 

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