Die neuen Hundewelpen für die Polizei Euskirchen
Bildquelle: WDRWDR. 03:17 Min.. Verfügbar bis 13.08.2028.
Mit dem Sprung in die Schubkarre hat Zelda noch so ihre Probleme. Ihr Herrchen Gerrit Vaas, Diensthundführer bei der Polizei Euskirchen, packt den vier Monate alten Welpen vorsichtig an den Hinterläufen und hilft nach. Als Zelda sitzt, bewegt er die Schubkarre leicht hin und her. "Sie merkt jetzt es wackelt, es ist aber nicht wirklich schlimm. Das Wichtige ist, dass die Hunde unterschiedliche Umgebungen kennenlernen", erklärt der Polizist.
Welpen aus landeseigener Zucht
Gerrit Vaas beim Training mit seiner Diensthündin Zelda
Bildquelle: WDRDie Übung ist Teil des Trainings, das Zelda vor ein paar Wochen begonnen hat. Insgesamt drei Polizeihunde sind aktuell im Kreis Euskirchen im Dienst. Zwei der Tiere sind schon älter, werden bald in Pension gehen. Ihren Platz sollen Zelda und eine weitere Hündin demnächst einnehmen: Mellon, sieben Monate alt. Beide Tiere stammen aus der polizeieigenen Zucht in Schloß Holte-Stukenbrock.
Hündinnen sind in Familien integriert
Die Malinois-Hündin Mellon lebt wie für Diensthunde üblich zu Hause bei Polizist Jörg Knechtel. Beide sind schon ein eingespieltes Team. Mit ihm wird sie irgendwann mal gemeinsam zu Einsätzen fahren: Überfälle, Hausdurchsuchungen, Drogenschmuggel. An Gelegenheiten mangelt es im Kreis nicht.
"Hier in Euskirchen ist man immer froh, wenn ein Hund da ist", sagt Knechtel über seinen Dienstort, "manchmal lässt sich eine Lage schon durch seine bloße Anwesenheit beruhigen".
Einsätze erst nach bestandener Prüfung
Trainer Mario Bobrowski und Diensthundführer Jörg Knechtel kümmern sich gemeinsam um die Ausbildung.
Bildquelle: WDRUnterstützt werden die Euskirchener bei der Polizeihund-Ausbildung von einem Kollegen aus dem Rhein-Erft-Kreis: Mario Bobrowski. Er ist selber Diensthundführer und erfahrener Trainer: "Wir machen das zusammen und versuchen, dass die Hunde im Alter von zwei Jahren ihre erste Prüfung ablegen können."
Mellon arbeitet noch daran, ihr Jagdverhalten zu verbessern. Ihre Spürnase funktioniert dagegen schon prima. Das beweist sie, als sie im Gras Witterung nach einem kleinen Gegenstand aufnimmt, den Jörg Knechtel zuvor in der Hosentasche getragen hat.
Bis zu 20 Stunden Schlaf täglich
Weil das Training anstrengend ist, achten die Diensthundführer darauf, dass Zelda und Mellon genügend Pausen machen. "Zelda braucht viel Ruhe, sie schläft noch 18 bis 20 Stunden am Tag", berichtet Gerrit Vaas. Seine Kinder würden gerne öfter mit ihr spielen, das müsse aber gut dosiert sein.
Ihren guten Riecher stellt Mellon beim so genannten „Nasentraining“ unter Beweis.
Bildquelle: WDRUnsere Quellen:
- Interviews mit den Diensthundführern
- Polizei Euskirchen
- Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 12.08.2026, 19:30 Uhr
