Der Einsatz der Polizei begann am Montag, als sich ein Mann bei der Polizei meldete, der von einem mutmaßlichen Raub erzählte. Zwei Männer, die er kenne, hätten versucht, ihm seine Tasche zu stehlen.
Einer der Tatverdächtigen, ein 36-Jähriger aus Langenfeld, stellte sich der Polizei. Zu dem anderen mussten die Beamten ausrücken. Der 25-Jährige sollte sich in einem Haus in Langenfeld aufhalten.
Beschimpft, bedroht, hinausgedrängt
Im Eingangsbereich des Hauses trafen die Polizisten auf zwei Männer. Um den Tatverdächtigen zu finden, wollten sie die Personalien feststellen. Die beiden Männer hätten sich aber geweigert, so die Polizei.
Sie beschimpften und bedrohten die Beamten laut Polizei, drängten sie aus dem Türbereich. Von einer "körperlichen Auseinandersetzung" schreibt die Polizei. Dabei wurden eine Beamtin und ein Beamter leicht verletzt.
Polizisten bekommen eigenes Pfefferspray ab
Die Polizisten sprühten Pfefferspray auf die beiden Männer. Dabei bekamen eine Polizistin und ein Polizist auch selbst etwas von dem Reizstoff ab.
Die Familie schloss daraufhin die Tür. Sie riefen den Rettungsdienst. Mehrere Kinder, die im Haus waren, hätten auch Pfefferspray abbekommen und über gereizte Augen geklagt. Laut Polizei hat der Rettungsdienst aber später festgestellt, dass die Kinder im Haus keine Hilfe von Ärzten benötigten.
Mann verschanzt sich im Haus
Eine Person kam nach einiger Zeit freiwillig aus dem Haus. Es war der 25-Jährige, der auch den mutmaßlichen Raub begangen haben soll. Er wurde festgenommen.
Der andere Mann habe sich aber geweigert, die Tür aufzumachen, so die Polizei. Ein 27-jähriger Polizist versuchte, die Tür mit Gewalt zu öffnen. Er verletzte sich dabei schwer durch Glassplitter der Tür und musste ins Krankenhaus.
Alle Tatverdächtigen festgenommen
Daniel Uebber, Polizeisprecher Mettmann
Bildquelle: WDR/KnösslDer Mann, der sich im Haus verschanzt habe, ein 28-Jähriger, kletterte derweil aus einem Fenster. Die Polizei beschreibt es als Fluchtversuch. Die Polizisten konnten ihn im Innenhof festnehmen.
Laut Polizei wurden mehrere Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Personen eingeleitet, "unter anderem wegen schweren Raubes," so Polizeisprecher Daniel Uebber. "Aber auch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, wegen eines tätlichen Angriffs und auch wegen Beleidigungen und Bedrohungen."
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Polizei im Kreis Mettmann
- WDR-Gespräch mit Polizeisprecher
