Faulbrut tötet Bienennachwuchs
Bildquelle: WDR/ Wolfram LumpeWDR. 02:10 Min.. Verfügbar bis 12.08.2028.
Regina Rottschy schaut regelmäßig nach ihren Bienen.
Bildquelle: WDR/ Wolfram LumpeVorsichtig zieht Imkerin Regina Rottschy einen Block aus ihrem Bienenstock. Sie zeigt auf die Brutwaben. "Ich würde jetzt mit einem Streichholz einzelne Zellen öffnen. Denn da kann der Erreger drin sein."
Ihre Bienen sind zum Glück gesund.
Bildquelle: WDR/ Wolfram LumpeSie sagt "würde", weil sie weiß, dass ihr Volk gesund ist. "Wir müssen bei diesen Untersuchungen vorsichtig vorgehen, um dem Gesamtvolk nicht zu schaden." Erwachsenen Bienen kann die Amerikanische Faulbrut nicht schaden, sagt die Imkerin.
Viele tote Bienenlarven im Oberbergischen Kreis
Aber der komplette Nachwuchs ist im Moment akut gefährdet. Und das in einem Bereich der von Radevormwald bis in den Märkischen Kreis und den Ennepe-Ruhr-Kreis heranreicht.
Bienen: Kontrollieren und vielleicht töten
Der Mensch ist nicht gefährdet.
Bildquelle: WDR/ Wolfram LumpeIm schlimmsten Fall müssen ganze Völker getötet werden. Ein stetig wachsender Sperrbezirk ist eingerichtet. Hier müssen Imker ihre aktuellen Bestände und deren Standorte melden. Sie müssen bleiben, wo sie sind.
Sie werden "zeitnah" durch das Veterinäramt begutachtet. So meldet es der Oberbergische Kreis. Das Überleben der Bienen in diesem Bereich steht momentan auf dem Spiel.
Faulbrut kein Problem für Menschen
Auch Honig kann ohne Einschränkungen gegessen werden. Regina Rottschy sieht sich und ihre Imker-Kollegen in Radevormwald gewappnet. "Wir sind 40 Imker hier und haben einen engen Austausch. Das hilft schon sehr."
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Imkerin Regina Rottschy
- Mitteilung des Oberbergischen Kreises
- Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR.de, Faulbrut tötet Bienennachwuchs, 13.08.2026, 06:02 Uhr