Flußsäure tritt in Solinger Betrieb aus
WDR. 00:36 Min.. Verfügbar bis 08.07.2028.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei Solingen sollen ein 35-Jähriger und der 36-Jährige in der Lagerhalle auf dem Gelände in Streit geraten sein. Zuvor hatte ein Gabelstapler einen 1.000-Liter-Behälter umgestoßen. Dabei trat ein Teil einer Chemikalie mit der hochgiftigen Flußsäure aus. Der 36-Jährige sei im Gefahrenbereich zu Boden gestürzt. Er sei dabei mit der ätzenden Flüssigkeit in Berührung gekommen und habe das Bewusstsein verloren.
Kollegen greifen sofort ein
Zwei Mitarbeiter reagierten umgehend und brachten ihren bewusstlosen Kollegen aus dem Gefahrenbereich. Dabei kamen sie selbst mit der gefährlichen Substanz in Kontakt. Durch ihr schnelles Eingreifen verhinderten sie offenbar schwerere Folgen.
Alle drei Betroffenen wurden zunächst vor Ort medizinisch versorgt. Anschließend brachte der Rettungsdienst sie zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Laut Polizei wurden die beiden Ersthelfer später als nicht verletzt eingestuft. Der 36-Jährige trug oberflächliche Verletzungen in Form von Hautrötungen davon, Lebensgefahr bestand nicht.
Feuerwehrleute trugen Schutzanzüge
Die Feuerwehr rückte mit Spezialkräften für Gefahrstoffe an. Einsatzkräfte arbeiteten in Schutzanzügen, um den Unfallort zu sichern und die ausgetretene Chemikalie unter Kontrolle zu bringen.
Die Ursache des Unfalls wird geprüft
Nach Angaben der Feuerwehr bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Anwohner oder die Solinger Bevölkerung. Nachdem der Gefahrstoff gesichert war, konnte der Einsatz unter Kontrolle gebracht werden. Die Polizei ermittelt jetzt gegen den 35-Jährigen wegen Körperverletzung.
Unsere Quelle:
- Feuerwehr Solingen
- Polizei Solingen
- Nachrichtenagentur dpa
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 08.07.2026, 18:09 Uhr