Es ist 2:30 Uhr in der Nacht zu Donnerstag, als bei fast 900 Haushalten rund um die Hangeneystraße plötzlich der Strom ausfällt. Die Polizei fährt daraufhin in der Umgebung verstärkt Streife.
Gegen 4 Uhr melden Mitarbeitende der Netzbetreiber DONETZ zusätzlich eine Sachbeschädigung im alten Gebäude des TÜV Nord an der Straße Bärenbruch. Vor Ort stellt die Polizei fest, dass dort mehrere Kabel abgetrennt wurden - möglicherweise, um Metall zu stehlen. Tatsächlich gestohlen worden sei nach bisherigen Erkenntnissen nichts.
Einbrecher "müssen Ahnung gehabt haben"
In der alten Halle des TÜV Nord befindet sich laut des Dortmunder Versorgers DEW21 eine Anlage, die sowohl das Gebäude selbst als auch weite Bereiche von Kirchlinde mit Strom versorgt. Sie sei eigentlich gut gesichert, trotzdem konnten sich die Einbrecher Zugang verschaffen und den Strom abschalten.
Rebecca Konya ist Pressesprecherin der DONETZ.
Bildquelle: WDR / Sofia Leikam"Die müssen einigermaßen Ahnung gehabt haben", sagt DEW-Pressesprecherin Rebecca Konya. Die Kabel zu manipulieren, sei nicht nur illegal, sondern "fahrlässig und lebensgefährlich".
Obdachloser beobachtet Verdächtige
Nun muss geprüft werden, was genau in der alten TÜV-Halle beschädigt wurde. Gegebenenfalls seien auch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen notwendig, sagt Konya. Laut Polizei gibt es in dem Gebäude immer wieder Vandalismus.
Tobias Nico Boccarius, Pressesprecher der Polizei Dortmund
Bildquelle: WDR / Sofia LeikamIn der Nacht auf Donnerstag hatte ein Obdachloser sein Lager an der Rückseite der Halle eingerichtet. Er habe drei Menschen beobachtet, die kurz zurvor das Gebäude verlassen hatten. Seinen Angaben zufolge handelt es sich um zwei Männer und eine Frau zwischen etwa 20 bis 35 Jahren. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten besonders schweren Diebstahls und sucht nach Zeugen.
Laut DEW21 waren alle Haushalte nach rund zwei Stunden wieder mit Strom versorgt.
Unsere Quellen:
- Polizei Dortmund
- DEW21
Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Ruhrgebiet, 20.07.2026, 15:00 Uhr
