Wie kaputt sind Dortmunds Straßen wirklich?
Bildquelle: WDR / Nicole WernerWDR. 2 Min. 11 Sek.. Verfügbar bis 31.08.2028.
Viele fragen sich, was die orangefarbenen Messwagen da eigentlich aufnehmen? Überall in der Stadt sieht man sie zurzeit: Die Messwagen sind im Auftrag der Stadt Dortmund unterwegs und scannen per Lasertechnik die Straßen.
Bernd Schwab und seine Kollegen kurven schon seit drei Wochen quer durch Dortmund. Dabei haben sie schon 2.000 Kilometer Straßennetz abgefahren und erfasst.
"Es gibt auch Straßen, da möchte man einfach nur sagen: Gott, lass was geschehen." Bernd Schwab, Fahrer eines Messwagens
Dass es bei solchen Messungen gelegentlich brenzlig wird, gehört dazu. Die Fahrer nehmen es jedoch mit Gelassenheit. "Sicherheit und Vorsicht immer zuerst und im Anschluss die Messung", so Schwab.
Schäden sollen früh erkannt werden
Vor fünf Jahren wurde diese aufwendige Messung schon einmal vorgenommen. "Ziel ist es jetzt, die Schäden zu vergleichen. Wo ist es schlimmer geworden? Welche Straßen können frühzeitig repariert werden?", erklärt Ralf Zeiler vom Tiefbauamt der Stadt.
Dortmund hat viele kaputte Straßen
Laut Tiefbauamt bräuchte es über 500 Millionen Euro, um alle Schäden sofort zu reparieren. Geld, das die Stadt nicht hat. Also werden die dringendsten Straßenschäden repariert und die anderen beobachtet. "Alle Ergebnisse fließen in die zukünftige Planung mit ein. So sehen wir genau, wo wir das Geld am besten einsetzen", so Zeiler.
So sahen die Messergebnisse 2021 aus.
Bildquelle: WDR / Stefan UhligKomplexe Technik
Die Messwagen sind mit moderner Lasertechnik ausgestattet. Sie erfassen Risse und Unebenheiten. Genauer als es Mitarbeiter in einer Sichtkontrolle könnten. Die Autos gehören zwei Firmen, die sich auf diese Untersuchungen spezialisiert haben und europaweit damit Straßen untersuchen.
Die Messwagen scannen mit neuester Laser-Technik Dortmunder Straßen ab.
Bildquelle: WDR / Nicole Werner"Der Laser und die Kameras scannen dabei nur die Fahrbahnoberfläche. Kennzeichen oder gar Gesichter von Passanten werden nicht aufgenommen", versichert Zeiler. Anfang 2027 sollen die Ergebnisse vorliegen und dann mit den Daten aus 2021 verglichen werden. Danach könne entschieden werden, welche Straßen wann repariert werden.
Unsere Quellen:
- Stadt Dortmund, Tiefbauamt
- Gespräch mit Ralf Zeiler
Sendung: WDR.de, Wie kaputt sind Dortmunds Straßen wirklich?, 01.09.2026, 06:45 Uhr
