Nachfrage der Hausbesitzer nach Wärmepumpen boomt
Bildquelle: WDR / Kay BandermannWDR. 3 Min. 15 Sek.. Verfügbar bis 02.09.2028.
"Frühestens im kommenden Januar habe ich etwas frei", sagt der Unternehmer und Obermeister der Heizung-Klima-Sanitär-Innung in Dortmund. Cornelia und Raimund Kuberka hatten Glück. Sie hatten rechtzeitig Kontakt zum Heizungsfachmann aufgenommen und sich eine Wärmepumpe einbauen lassen.
Cornelia und Raimund Kuberka aus Dortmund haben sich für den Einbau einer modernen Wärmepumpe entschieden.
Bildquelle: WDR / Kay BandermannEine Woche Lärm und Staub nehmen sie gerne in Kauf. "Wir wollten die aktuellen Fördermöglichkeiten ausnutzen und etwas Sinnvolles für die Umwelt tun", sagt Rentner Kuberka. Ihre Gasbrennwert-Therme war 23 Jahre alt. Da sei die Wärmepumpe eine Investition in die Zukunft des Hauses, das später mal ihre Tochter übernehmen soll.
Nachfrageschub durch Klarheit bei Förderung
Den neuerlichen Boom ausgelöst haben die Regelungen der Bundesregierung zur Förderung von Wärmepumpen für Hausbesitzer und Eigentumswohnungen. Die sogenannte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beinhaltet eine Maximalsumme von 28.000 Euro. Diese wird aber alle sechs Monate reduziert. Außerdem gibt es eine Sozialklausel. Wer mehr verdient, bekommt weniger Zuschuss. Die Anträge gehen über die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Nicht nur das Handwerk atmet auf.
"Das lange Hin und Her hat die Menschen verunsichert. Jetzt wissen die Hausbesitzer, wo sie dran sind." Jan Karwatzki, Geschäftsführer der Öko-Zentrum NRW GmbH
Hier aufzuklären, ist der Sinn der landesweiten Initiative "Heizkeller der Zukunft", die das Öko-Zentrum NRW für das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klima und Verkehr (MWIKE) organisiert.
Das Objekt der Begierde: Die Nachfrage nach Wärmepumpen als Heizung hat stark zugenommen.
Bildquelle: WDR / Kay BandermannÖko-Zentrum bietet regionale Informationsabende an
Wichtig ist Jan Karwatzki dabei die regionale Vernetzung. Örtliche Versorger, Kommunen und das Handwerk werden als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger eingebunden. 16 solcher Lokaltermine haben Karwatzki und sein Team in diesem Jahr auf dem Programm. Die nächste ist am 9. September in Dortmund. Weitere Termine folgen unter anderem in Aachen, Düsseldorf und Bielefeld.
Was keine Beratung ändern kann: Eine Folge der neuesten Heizungsentscheidung der Bundesregierung sind längere Lieferzeiten für Wärmepumpen. "Das gilt besonders für jene Geräte, die bei Verbrauchertests besonders gut abgeschnitten haben", sagt Handwerksmeister Schwanitz. Die Gerätehersteller hatten nach dem letzten Nachfrageeinbruch ihre Produktion gedrosselt und müssen sie jetzt wieder hochfahren.
Weiterführende Links:
Unsere Quellen:
- Interview mit Innungs-Obermeister Alexander Schwanitz, Dortmund
- Interview mit Hauseigentümer Raimund Kuberka
- Gespräch mit Jan Karwatzki, Öko-Zentrum NRW GmbH, Hamm
Sendung: wdr.de, Nachfrage der Hausbesitzer nach Wärmepumpen boomt, 03.09.2026, 6:00 Uhr
