Kinderhospiz bringt Erinnerungen verstorbener Kinder ins Kino

Bildquelle: WDR/Daniela Partenzi

Lokalzeit aus Düsseldorf 10.12.2025 2 Min. 41 Sek. Verfügbar bis 10.12.2027 WDR Von Daniela Partenzi

Kinderhospiz bringt Erinnerungen verstorbener Kinder ins Kino

Stand:

Das Düsseldorfer Kinderhospiz Regenbogenland startet eine Kampagne: Es will zeigen, wie viel Leben dort herrscht - mit den Erinnerungen verstorbener Kinder.

Das Düsseldorfer Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland hat am Mittwoch (10.12.2025) einen emotionalen Animationsfilm vorgestellt. Mit dem Projekt wolle man Menschen ermutigen, einen "vorurteilsfreien, offenen und mutigeren Blick" auf die Arbeit von Kinderhospizen zu werfen.

Weiter größe Berührungsängste

Immer noch seien Berührungsängste beim Thema "früher Tod von Kindern" sehr präsent, heißt es vom Regenbogenland. Auch um dem entgegenzuwirken, ist nun eine neuer Film entstanden, der die Zuschauenden zu einer "farbenreichen und fantasievollen Reise" ins Regenbogenland mitnimmt.

Dem Kinderhospiz ist es besonders wichtig zu zeigen, wie viel Leben im Regenbogenland steckt. Denn weil alle in der Einrichtung wüssten, wie endlich das Leben sei, sei das Leben umso wichtiger. Um das weiter nach außen zu tragen, wird der kurze Animationsfilm in den Düsseldorfer Kinos vor der Werbung laufen.

Auch Angehörige bei Vorführung dabei

Eine Frau in einem schwarz-weißen Oberteil steht vor einer Wand.

Judy Machiné ist die Mutter von Daniel, auf dessen Erinnerungen der Film unter anderem basiert

Bildquelle: WDR/Daniela Partenzi

Die Szenen des Films basieren auf echten Erinnerungen dreier Kinder: Sophia, David und Daniel. Das Kinderhospiz hat sie auf ihrem kurzen Lebensweg begleitet.

Daniel hatte mit zwei Jahren die Diagnose Morbus Alexander bekommen. Er verbrachte mit elf Jahren Zeit im Regenbogenland. Mit 27 ist er dann verstorben - viel später als erwartet.

Im Regenbogenland gab es Momente, in denen Daniel er selbst sein konnte. Wo wir Sachen machen konnten, die wir zu Hause nicht machen konnten. Judy Machiné, Mama von Daniel, bei der Premiere am Mittwoch
Drei Kinder sind animiert in einem Film zu sehen, wie sie in einer bunten Umgebung in Rollstühlen und Schaukeln unterwegs sind.

Ein Ausschnitt aus dem Animationsfilm des Düsseldorfer Regenbogenland

Bildquelle: WDR

Die Initiatoren des Animationsfilms standen während der Produktion immer in engem Austausch mit den Eltern von Sophia, David und Daniel, um die Erinnerungen so nah und lebensbejahend wie möglich zu erhalten.

Die Düsseldorfer Schauspielerin Anna Schudt ist als Erzählerin Teil des Films. Sie sagte am Mittwoch mit Blick aufs Kinderhospiz: "Ich bewundere Einrichtungen, in denen es so sehr um Liebe und Engagement geht." Der Film läuft ab sofort in den Kinos in Düsseldorf. Im nächsten Jahr wird er auch NRW-weit in Kinos zu sehen sein.

Neuer Animationsfilm: Hospiz zeigt Erinnerungen verstorbener Kinder

WDR Studios NRW 10.12.2025 37 Sek. Verfügbar bis 10.12.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung des Kinderhospiz Regenbogenland
  • Reporterin vor Ort

Sendung: WDR.de, Neuer Animationsfilm: Hospiz zeigt Erinnerungen verstorbener Kinder, 10.12.2025, 15.15 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 10.12.2025, 19.30 Uhr

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