Reporter Cedrik Pelka berichtet über die Kontrollen in der Düsseldorfer Altstadt

02:49 Min. Verfügbar bis 31.07.2028

Altstadt Düsseldorf

Polizei kontrolliert Waffenverbot

Stand:

200 Beamte durchsuchten bis tief in die Nacht die Taschen der Besucher. Die Bilanz: Mehrere Messer und ein Pfefferspray.

Wer am Freitagabend auf ein Getränk in die Düsseldorfer Altstadt gehen wollte, musste etwas Zeit mitbringen. Rund 200 Polizeibeamte führen dort bis tief in die Nacht Personen- und Taschenkontrollen durch, um mögliche Waffen zu finden.

Am Eingang in der Heinrich-Heine-Straße bildeten sich deshalb zeitweise längere Schlangen. "Drängeln Sie nicht und folgen Sie den Weisungen der Polizeibeamten", schallte es am Abend aus einem Megafon der Polizei.

Waffenverbot gilt seit 2021

Anlass für die Schwerpunktkontrolle der Polizei ist das Waffenverbot, das seit 2021 freitags und samstags ab 18 Uhr in der Düsseldorfer Altstadt gilt. NRW-Innenminister Herbert Reul erklärte vor Ort: "Wir erwischen immer wieder Menschen, nehmen Messer ab und sprechen Strafen aus."

NRW-Innenminister Reul begleitete die Kontrollen am Freitag. | Bildquelle: WDR

Bei dem aktuellen Einsatz gehe es vor allem darum, ein Zeichen der Abschreckung setzen, so Reul. Gleichzeitig müsse man aber auch realistisch bleiben.

"Es ist gut, wenn sich das herumspricht. Trotzdem dürfen wir nicht glauben, dass morgen alles in Ordnung ist." Herbert Reul, NRW-Innenminister

Polizei stellt mehrere Messer und Pfefferspray sicher

Bei den Besucherinnen und Besuchern der Alstadt trafen die Kontrollen am Freitagabend überwiegend auf Zustimmung. "Ich find's eigentlich gut. Also man fühlt sich ein bisschen sicherer", sagte eine junge Frau dem WDR.

Diese Messer wurden bei den Kontrollen sichergestellt. | Bildquelle: Polizei Düsseldorf

Insgesamt wurden mehrere Messer und ein Pfefferspray sichergestellt, erklärte ein Polizeisprecher kurz nach Einsatzende um 2 Uhr. Außerdem habe es eine kleinere Prügelei gegeben. Am Vormittag will die Polizei ausführlicher Bilanz ziehen.

Waffenverbotszonen auch in anderen NRW-Städten

Auch in Duisburg kontrollierte die Polizei am Freitagabend die Waffenverbotszone am Hamborner Altmarkt. Dabei fand sie ein Messer und erstattete Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Waffenverbotszonen wie die in Düsseldorf und Duisburg gibt es auch in anderen NRW-Städten - zum Beispiel in Bielefeld, Bonn Hamm und Münster. Laut Polizei haben die Zonen bereits in einigen Innenstädten zu einem Rückgang der Kriminalität geführt.

Kritiker sehen allerdings die Gefahr eine sogenannten "Racial Profilings". Sie befürchten, dass die Polizei bei ihren Waffenkontrollen möglicherweise vor allem Menschen mit dunkler Hautfarbe überprüft.

Unsere Quellen:

  • WDR Reporter vor Ort
  • Polizei Düsseldorf
  • Polizei Duisburg
  • NRW-Innenminister Herbert Reul

Sendung: WDR Fernsehen, WDR Aktuell, 31.07.2026, 21:45 Uhr