Düsseldorfer Studierende leiden unter höheren Mensapreisen
WDR. 03:14 Min.. Verfügbar bis 24.04.2028.
Ärger in Düsseldorf : Düsseldorfer Studierende leiden unter höheren Mensapreisen
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Das Studierendenwerk Düsseldorf hat seit dem letzten Wintersemester ein neues Gastronomiekonzept: Mehr Vielfalt, aber deutlich höhere Preise. Gerichte sind teilweise doppelt so teuer und der Unmut unter den Studierenden ist groß.
Mittagszeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Mit dem Start des Sommersemesters herrscht in der Hauptmensa wieder voller Betrieb, tausende Gäste stellen sich aus den zahlreichen Gerichten ihr Mittagessen zusammen.
Mensapreise wurden erhöht
Auch Lukas Schwarz isst gerne hier, auch wenn er seit einigen Monaten nicht mehr so häufig da ist. "Es ist schon teurer geworden", stellt der Masterstudent fest.
Student Lukas Schwarz bringt sich häufig Selbstgekochtes von zu Hause mit.
Schwarz studiert im vierten Mastersemester Toxikologie und bekommt den BAföG-Höchstsatz. Aber nach Abzug von Miete und Versicherungen müsse er genauer schauen, wofür er das übrige Geld ausgibt.
Seit Einführung des neuen Mensakonzepts ist er dazu übergegangen, am Vorabend größere Portionen zu kochen und sich etwas mitzunehmen. Heute hat er Lasagne dabei.
"Als Studierender finde ich es schwer, mir das Essen hier noch zu leisten, wenn man jeden Tag in die Mensa geht." Lukas Schwarz, Masterstudent an der Heinrich-Heine-Universität
Neues Gastronomiekonzept umgesetzt
Hinter dem neuen Gastronomiekonzept steckt das Studierendenwerk Düsseldorf. Stephan Bruns, zuständiger Abteilungsleiter, erklärt, dass eine Änderung im Essensangebot der Wunsch der Studierenden gewesen sei.
Es gibt jetzt mehr vegane Optionen, mehr Abwechslung in den Gerichten und die Mensen achten mehr auf die Nachhaltigkeit.
Besonders viel Ärger gibt es beim Eintopf
Doch all das hat dazu geführt, dass die Gerichte deutlich teurer geworden sind. Der Eintopf kostet sogar doppelt so viel: Früher hat er mit dem Brötchen nur 1,20 Euro gekostet, jetzt liegt der Preis bei 1,80 Euro - ohne das Brötchen. Das kostet jetzt 60 Cent extra.
Für die Soßen und für einige Beilagen müssen Studierende nochmal zusätzlich in die Tasche greifen.
Gestiegene Preise in der Kritik
Kennt die Diskussion um die Mensapreise: Studentin Kira Wosimski
Bei vielen Studierenden vor der Mensa sorgt das für Unmut. Ihnen sei bewusst, dass sich die Preise immer noch in einem günstigen Rahmen bewegen, aber es sei schon sehr viel teurer geworden, sagt Kira Wosimski.
"Gerade beim Preis für den Eintopf hat man das gemerkt, es war wochenlang Thema Nummer eins bei vielen und einige haben aus diesem Grund beschlossen, nicht mehr in die Mensa zu gehen", sagt die Bachelorstudentin in Medizin.
Zwickmühle für das Studierendenwerk Düsseldorf
Die Preiserhöhung liegt vor allem an den gestiegenen Personal- und Energiekosten, erklärt Bruns vom Studierendenwerk Düsseldorf. Man versuche so lange wie möglich, die Preise konstant zu halten. Aber das sei in letzter Zeit immer schwieriger geworden und an den Einnahmen könne man nur bedingt schrauben.
"Der Landeszuschuss steigt nicht, die Mieten in den Studentenwohnheimen können wir auch nicht erhöhen, also bleibt nur die Gastronomie und der Semesterbeitrag", sagt Abteilungsleiter Bruns.
AStA will Studierende befragen
Der AStA der HHU Düsseldorf will diese Argumente nicht akzeptieren. Zwar gab es schon mehrere Gesprächsrunden mit dem Studierendenwerk, doch an den gestiegenen Preisen und auch an den Portionsgrößen soll sich erstmal nichts ändern.
Der AStA will auch dieses Semester weiter auf das geänderte Gastronomiekonzept aufmerksam machen und eine repräsentative Befragung bei den Studierenden durchführen.
Unsere Quellen:
- Studierendenwerk Düsseldorf
- AStA HHU Düsseldorf
- Beobachtungen WDR-Reporterin vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Düsseldorf, 24.04.2026, 19:30 Uhr