Femizid

Kölner Polizei findet tatverdächtigen Vater im Irak

Stand:

Nach dem Mord an seiner 19-jährigen Tochter 2017 hat die Polizei den Vater gefunden. Er soll aus dem Irak ausgeliefert werden.

Gut neun Jahre nach dem Mord an seiner 19-jährigen Tochter hat die Kölner Polizei den Vater gefunden. Er war im Irak abgetaucht. Die Polizei hatte in diesem Jahr die Suche nach dem mittlerweile 54 Jahre alten Hassan G. intensiviert. Die Polizei spricht von einem sogenannten ''Ehrenmord''.

Hinweise führen zum Vater

Daraufhin waren in den letzten Wochen zahlreiche Hinweise eingegangen. Inzwischen ist der Aufenthaltsort des Beschuldigten im Irak bekannt. Da gegen den 54-Jährigen ein internationaler Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes vorliegt, hat die Kölner Staatsanwaltschaft die Auslieferung beantragt.

Vater gefiel Lebensweise der Tochter nicht

Der Tatverdächtige wird beschuldigt, im Januar 2017 seine zur Tatzeit 19 Jahre alte schwangere Tochter in Köln ermordet zu haben. Nach der Tat floh Hassan G. aus Deutschland. Im Irak meldete er sich bei der Polizei. Dort teilte er der Behörde mit, wo die Leiche seiner Tochter zu finden ist. Seitdem war sein Aufenthaltsort nicht bekannt.

Er war nicht damit einverstanden, wie seine Tochter lebte. Darin sieht die Polizei ein mögliches Tatmotiv. Die junge Frau hatte sich entschieden, ihr Elternhaus zu verlassen und in ein Frauenhaus zu ziehen. Der Vater bot ihr an sie dort hin zu fahren und tötete sie dann.

Fahndungserfolg: Vater nach Femizid im Irak gefunden

Bildquelle: WDR/dpa

WDR 07.08.2026 00:41 Min. Verfügbar bis 06.08.2028

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Unsere Quellen:

  • Polizei Köln
  • Bundeskriminalamt

Sendung: WDR2, WDR 2 für das südliche Rheinland, 07.08.2026, 15.30 Uhr