Kritik an Ausländeramt

Köln soll Hilfe zu Abschiebungen abgelehnt haben

Stand:

Die Stadt Köln soll laut Berichten des Kölner Stadt-Anzeigers rückreisepflichtige Migranten weiterhin geduldet haben.

Von
Maja Peters

Bereits 2024 soll das Kölner Ausländeramt Informationen zu ausreisepflichtigen Migrantinnen und Migranten bekommen haben, die in der Stadt leben. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger. Dabei handele es sich um die sogenannte "Coesfelder Liste". Auf dieser Liste hat die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) mit Sitz in Coesfeld rund 500 Namen von Menschen vermerkt, die in Köln als ausreisepflichtig gelten.

Stadt soll Unterstützung für Rückführungen abgelehnt haben

Die Zentrale Ausländerbehörde soll außerdem Hilfe bei der Beschaffung von Rückreisedokumenten angeboten haben. Die Kölner Ausländerbehörde habe, nach Recherchen des Kölner Stadt-Anzeigers, diese Unterstützung des Landes NRW abgelehnt. Als Begründung soll das Kölner Amt geantwortet haben, dass es diesen Personen Bleibeperspektive ermöglichen möchte. Unter anderem durch die Hilfe von Sozialarbeitern. Das gehe aus internen Mails hervor, die dem Kölner Stadtanzeiger vorliegen.

Köln soll Hilfe zu Abschiebungen abgelehnt haben

Bildquelle: WDR / Oliver Köhler

WDR 06.08.2026 00:28 Min. Verfügbar bis 05.08.2028

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Besonders brisant nach Schüssen in Köln-Mülheim

Besondere Brisanz erhält der Fall dadurch, dass auf der Liste auch Angehöriger einer Familie stehen sollen, die mutmaßlich an der bewaffneten Auseinandersetzung in Köln Mülheim beteiligt waren. Dort sind am Montag vier Menschen durch Schüsse und mit Messern verletzt worden. Hintergrund dafür könnte laut Ermittlern ein Streit zwischen zwei Grossfamilien gewesen sein. Verschiedene Politiker fordern nun Aufklärung von der Stadt. Oberbürgermeister Torsten Burmester hat das zugesagt.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR 2, WDR 2 für das südliche Rheinland, 06.08.2026, 10:30 Uhr