1012 Unternehmen aus dem gesamten Bezirk der IHK Köln hatten sich an der Umfrage beteiligt. Vor allem lange Umwege werden für die Unternehmen zum Problem, so Alexander Felsch von der IHK Köln.
"Die Umwege und die damit verbundenen Folgekosten wie etwa Überstunden kosten Geld und dieses Geld ersetzt ihnen niemand. Niemand zahlt mehr Geld für ein Produkt oder eine Dienstleistung, weil das Unternehmen von der Brückensperrung betroffen ist." Alexander Felsch, IHK Köln
Neue IHK-Umfrage zur Brückensituation in Bonn und Köln
Vor diesem Dilemma steht auch Malermeister Jörg Breuer aus Köln. "Die erhöhte Fahrzeit bedeutet mehr Druck auf der Arbeit. Baustellen müssen fertig werden, wenn man jeden Tag zusätzlich mehrere Stunden zur Arbeit fährt, dann bleibt die Arbeit liegen."
Nur noch Aufträge in der unmittelbaren Nähe anzunehmen, ist für den Betrieb aber keine Option. "Als Handwerker hat man nicht nur Baustellen vor der Haustür, man muss flexibel sein und wenn man jetzt anfängt, Aufträge wegen des Verkehrs abzulehnen, dann hat man bald keine Aufträge mehr."
Unternehmen in Köln und Bonn fordern bessere Baustellenkoordination
Um das bestehende Problem nicht noch zu verschärfen, fordern die Unternehmen unter anderem eine bessere Baustellenkoordination und klarere Lkw-Umleitungen. Aktuell erreichen die gerade ausländische Lkw zu spät, so die IHK.
So könnte zusätzlicher Stau vermieden werden. Das aktuelle Niedrigwasser im Rhein belastet die Gesamtsituation zusätzlich, denn Güter, die aktuell nicht per Schiff über den Rhein transportiert werden können, müssen auf die Schiene oder die Straße.
IHK-Umfrage zu maroden Brücken
Bildquelle: dpa/Henning KaiserWDR. 05.08.2026. 00:32 Min.. Verfügbar bis 04.08.2028. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Pressekonferenz der IHK Köln
- Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
- Interview mit Malermeister Jörg Breuer
Sendung: WDR.de, IHK-Umfrage zu maroden Brücken, 05.08.2026, 17:48 Uhr