Fahrzeuge stehen auf der Kennedybrücke in der Bonner Innenstadt im Stau

IHK-Umfrage So belasten die maroden Brücken Firmen in Bonn und Köln

Stand:

Die Kölner Industrie und Handelskammer hat ihre Mitglieder zu den Auswirkungen der aktuellen Brückensituation befragt. Das Ergebnis: Rund 67 Prozent der Unternehmen geben an, von der Sperrung der Bonner Nordbrücke direkt betroffen zu sein. Bei der Eifeltorbrücke sind es rund 57 Prozent.

Von Friederike Müllender

1012 Unternehmen aus dem gesamten Bezirk der IHK Köln hatten sich an der Umfrage beteiligt. Vor allem lange Umwege werden für die Unternehmen zum Problem, so Alexander Felsch von der IHK Köln.

"Die Umwege und die damit verbundenen Folgekosten wie etwa Überstunden kosten Geld und dieses Geld ersetzt ihnen niemand. Niemand zahlt mehr Geld für ein Produkt oder eine Dienstleistung, weil das Unternehmen von der Brückensperrung betroffen ist." Alexander Felsch, IHK Köln

Neue IHK-Umfrage zur Brückensituation in Bonn und Köln

Vor diesem Dilemma steht auch Malermeister Jörg Breuer aus Köln. "Die erhöhte Fahrzeit bedeutet mehr Druck auf der Arbeit. Baustellen müssen fertig werden, wenn man jeden Tag zusätzlich mehrere Stunden zur Arbeit fährt, dann bleibt die Arbeit liegen."

Malermeister Jörn Breuer im Interview mit dem WDR

Malermeister Jörn Breuer

Bildquelle: WDR

Nur noch Aufträge in der unmittelbaren Nähe anzunehmen, ist für den Betrieb aber keine Option. "Als Handwerker hat man nicht nur Baustellen vor der Haustür, man muss flexibel sein und wenn man jetzt anfängt, Aufträge wegen des Verkehrs abzulehnen, dann hat man bald keine Aufträge mehr.

Eine Verkehrskarte zeigt die gesperrten Brücken in Köln und Umgebung und die Auswirkungen auf den Straßenverkehr in der Region.

Eine Verkehrskarte mit den gesperrten Brücken in Köln und Umgebung und die Auswirkungen.

Bildquelle: WDR/Grafik

Unternehmen in Köln und Bonn fordern bessere Baustellenkoordination

Um das bestehende Problem nicht noch zu verschärfen, fordern die Unternehmen unter anderem eine bessere Baustellenkoordination und klarere Lkw-Umleitungen. Aktuell erreichen die gerade ausländische Lkw zu spät, so die IHK.

So könnte zusätzlicher Stau vermieden werden. Das aktuelle Niedrigwasser im Rhein belastet die Gesamtsituation zusätzlich, denn Güter, die aktuell nicht per Schiff über den Rhein transportiert werden können, müssen auf die Schiene oder die Straße.

IHK-Umfrage zu maroden Brücken

WDR 05.08.2026 00:32 Min. Verfügbar bis 04.08.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Pressekonferenz der IHK Köln
  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
  • Interview mit Malermeister Jörg Breuer

Sendung: WDR.de, IHK-Umfrage zu maroden Brücken, 05.08.2026, 17:48 Uhr

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