Die Kölner Lichter haben am Samstag einen Neuanfang erlebt. Nach mehrjähriger Pause hat sich die Traditionsveranstaltung zurückgemeldet - unter anderem mit fast fünf Tonnen Feuerwerk. Das wurde von zwei Schiffen mitten im Rhein zwischen Hohenzollernbrücke und Bastei aus gezündet und stand unter dem Motto "Phönix aus der Asche".
Fünf Tonnen Feuerwerk
Zur Neuauflage der Kölner Lichter schipperten weniger Schiffe als früher im Konvoi über den Rhein - 24 statt der vormals 54 Schiffe. Das Herzstück der Kölner Lichter, das Feuerwerk, wurde in den vergangenen Tagen bereits im Niehler Hafen aufgebaut. Die Pyrotechniker hatten knapp fünf Tonnen Feuerwerk im Schiffsbauch der MS Columbia verbaut. Zur Ankunft der Schiffe wurden die Besucher über Lautsprecher aufgefordert, ihre Handylichter anzumachen. Um 22.30 Uhr stiegen Raketen dann in den Himmel. Das Feuerwerk dauerte knapp dreißig Minuten.
Gute Sicht von kostenlosen Plätzen
Rechts und links des Rheins gab es viele Bereiche, von wo man einen kostenlosen Blick auf das Spektakel werfen konnte. Menschen brachten sich Picknickdecken, Stühle und ihr eigenes Essen mit. Über die Beschallungstürme im Rheinpark liefen neben Pop-Musik vor allem Kölsche Klassiker, zum Beispiel von den Bläck Föös oder Cat Ballou. Zum Sonnenuntergang waren die Ufer an beiden Seiten des Rheins voll.
"Mega Jubiläum. Wunderschöne Lichter, wunderschöne Stimmung" Melina Pusch, Besucherin
Viele Besucher waren begeistert: "Mega Jubiläum. Wunderschöne Lichter, wunderschöne Stimmung", freute sich zum Beispiel Melina Pusch aus Köln. Und auch für Michael hatte sich der Besuch offensichtlich gelohnt: "Wir fanden es ganz toll, es war super, beeindruckend. Es waren auch ein paar schöne neue Feuerwerksszenen dabei – wie so kleine Ufos, das war super."
Um 20 Uhr startete auch der Stadtachter vom Kölner Regattaverband auf dem Rhein. Diesmal auch ein Jubiläum, denn es war der 90. Stadtachter. Seit 1907 findet das Rennen statt. Zum ersten Mal in diesem Jahr waren Frauen und Männer gemeinsam in den Booten. Gewonnen hat Köln.
Demo sorgt für längerer Heimreise
Die vielen Menschen hatten vor Beginn und in der Nacht bei der Heimfahrt für ein Verkehrschaos gesorgt. Parallel hatten Rüstungsgegner durch verschiedene, nicht immer friedlich verlaufene Blockaden rund 1.200 Polizisten beschäftigt und das Verkehrschaos noch vergrößert. Bei den Kölner Lichtern selbst gab es laut Polizei keine Zwischenfälle.
Die Kölner Lichter in Fotos
Nach sechs Jahren Pause kamen hunderttausende Menschen zu den Kölner Lichtern - die Veranstaltung, erzählt in 20 Fotos.
Manuel Kurth (24) kontrollierte ab 14 Uhr Taschen der Besucher. Glasflaschen, Bierfässer und Klappstühle waren auf dem Gelände verboten. Er erzählte, dass es Besucher gab, die ihren geliebten Klappstuhl nicht abgeben wollte und wieder umgedreht sind. Campingstühle waren auf dem Gelände übrigens erlaubt.
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Deswegen ist der Veranstalter mit dem Ablauf des Lichterfests zufrieden. Ob, wie und wann die Kölner Lichter noch einmal stattfinden werden, ist aber noch unklar. Der Veranstalter beendete das Fest mit dem Satz: "Vielleicht sehen wir uns irgendwann mal wieder."
Erstmals seit sechs Jahren fanden wieder die Kölner Lichter statt
Bildquelle: WDR/Susan UrbanekWDR Studios NRW. 31.08.2025. 00:46 Min.. Verfügbar bis 31.08.2027. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
- WDR-Gespräche mit Besuchern
- Stadt Köln
- Polizei Köln
- Kölner Lichter
Über dieses Thema haben wir am 31. August 2025 auch im Radio berichtet: WDR 2, 00.00 Uhr.
Kommentare zum Thema
Pflichte dem vorhergehenden Kommentar vollkommen bei. Es kostet viel Geld, welches man in soziale Projekte investieren könnte und es gibt heute andere Möglichkeiten, die Menschen anziehen und Spaß haben. Alles soll für die Umwelt getan werden und dann wird die Luft verpestet, wie vereinbart sich das alles?
Endlich wieder kölner Lichter
Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)