Es ist der Versuch des Bundesverteidigungsministeriums, mehr Freiwillige für die Bundeswehr zu gewinnen. Dem Vernehmen nach sollen es bis zum Jahr 2029 über 100.000 bundesweit sein. Anlass ist unter anderem die durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine entstandene neue Bedrohungslage.
123 Freiwillige in Münster am Start
Sollten sich nicht genügend Freiwillige finden, könnte der nächste Schritt die Wehrpflicht sein. Doch soweit ist es noch nicht. Die 123 jungen Leute, die Anfang August in der Lützow-Kaserne in Münster mit dem Basiswehrdienst starten, machen das freiwillig.
Bundeswehr startet neue Basisausbildung in Münster
Bildquelle: dpaWDR Studios NRW. 07.07.2025. 00:47 Min.. Verfügbar bis 07.07.2027. WDR Online.
Die Ausbildung dauert sechs Monate, sie ersetzt die bisherige Grundausbildung. Dabei lernen die Rekrutinnen und Rekruten auch mit der Waffe umzugehen, zu schießen. Für den Heimatschutz. Das ist ihr Einsatzbereich. Wer mehr möchte, über den Basiswehrdienst hinaus, vielleicht sogar mit der Bundeswehr ins Ausland gehen, der kann verlängern und sich weiter qualifizieren.
Ausbildungen auch an anderen Bundeswehr-Standorten in NRW
Die Bundeswehr sieht sich für die neue Basisausbildung gut gerüstet. Die Kapazitäten in der Lützow-Kaserne in Münster seien ausreichend. Nach dem Start mit 123 jungen Leuten im August folgen die nächsten 123 im November.
Ausbildungen sollen es nach Auskunft der Bundeswehr auch an den Standorten Unna, Minden, Augustdorf und Ahlen geben. Insgesamt über 600 Plätze stünden zur Verfügung. Allerdings für Soldatinnen und Soldaten auf Zeit und für freiwillige Wehrdienstleistende, die sich für einen längeren Zeitraum verpflichten wollen, bis zu 23 Monate.
Unsere Quellen:
- Bundeswehr Pressestelle Berlin
- Nachrichtenagentur Reuters
Kommentare zum Thema
Ich hoffe das vorallem unsere dummen Politiker zum Wehrdienst gezogen werden! Diese sind die Leidträger des Landes und die Quelle aller verdorbenheit in Deutschland! Ich will die Politik an vorderster Front sehen, wenn es soweit ist. Aber diese werden sich dass dann mit Popcorn aus ihren bunkern beobachten und steuern. Ich würde alles dafür tuhn, dieses Land NICHT zu verteidigen. Jeder Unterstützer unsere Politik gehört verbran.....
Eine sechsmonatige Einführung ist vollkommen ausreichend. Tatsächlich ist es hier ja Ziel wieder ein grundsätzliches Wehrverständnis in der Bevölkerung zu verankern. Natürlich braucht es aber den Berufssoldaten - der sein Leben lang an der Waffe dient.
Freut mich, das es so schnell geht. Wehrdienst in Münster ist prinzipiell super, auch wenn manche Einwohner lieber mal ihre Blumentöpfe vom Balkon entfernen, wenn man in Uniform die Straße entlang läuft. Aber das Spannungsfeld gehört dazu. Ich hoffe man kann einige Freiwillige für die Feldjäger bekommen, wenn die dort überhaupt noch sind.