Wer Unfälle meiden möchte, muss die Gefahren kennen - die Polizei erklärt, worauf zu achten ist.

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WDR 2 Min. 39 Sek. Verfügbar bis 02.09.2028

Tödliche Unfälle So will die Polizei im Kreis Borken die E-Bike-Unfälle reduzieren

Stand:

Im Kreis Borken gibt es die meisten E-Bikes - und auch die meisten tödlichen Unfälle damit. Jetzt wird die Polizei aktiv.

Es ist ein bunter Kreis aus Warnwesten an diesem Morgen auf dem großen Parkplatz vor dem Rathaus in Reken. Zehn Senioren haben sich für das "Seniorenradeln" angemeldet. Eingeladen dazu hat die Polizei.

Vor der Praxis kommt die Theorie

Polizeikommissarin Anja Saure leitet die Fahrradtour und ist direkt in ihrem Element. Bevor es ans Radeln geht, gibt es etwas Theorie. Schilderkunde: "Wenn auf einem Schild 'Radweg' steht, dann heißt das, ich muss ihn benutzen!"

Eine Gruppe Senioren steht mit ihren E-Bikes zusammen und erhält von einer Polizistin eine Einweisung.

Die Polizei gab Tipps für sichereres Fahren mit dem E-Bike

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Hintergrund der Aktion: Im Kreis Borken gibt es bundesweit die meisten E-Bikes. Aber, es gibt hier auch die meisten tödlichen E-Bike-Unfälle in ganz Deutschland. Von den 24 Verkehrstoten im vergangenen Jahr waren neun E-Bike-Fahrer. Die meisten davon Senioren.

Deshalb hat die Polizei das "Seniorenradeln" ins Leben gerufen. Im gesamten Kreisgebiet bietet sie Fahrradtouren an. Dabei geben die Beamten Tipps, wie man mit E-Bikes richtig umgeht und es werden bei der Fahrradtour durch den jeweiligen Ort Stellen angefahren, die besonders gefährlich für Fahrradfahrer sind.

Fokus der Touren liegt auf gefährlichen Stellen in den Orten

In Reken liegt der Fokus der zehn Kilometer langen Tour an diesem Morgen auf den Kreisverkehren, die es im Ort gibt. Die sind am gefährlichsten für die Fahrradfahrer. Polizistin Anja Saure legt an einem der Kreisverkehre einen Zwischenstopp ein und gibt wertvolle Tipps. Zum Beispiel immer in der Mitte der Fahrbahn durch einen Kreisverkehr zu fahren.

Und dann wird Saure deutlich: "Wenn Sie im Kreisverkehr rechts fahren, könnte ein Auto links an Ihnen vorbei. Wenn es dann abbiegen will, Sie aber durch den ganzen Kreisverkehr wollen, werden sie vielleicht umgefahren!"

"Wenn einer in seinem Fahrradclübchen das Wissen aus so einer Tour weitergibt, hat es sich schon gelohnt!" Anja Saure, Kreispolizei Borken

Die Seniorinnen und Senioren hören aufmerksam zu, auch wenn es darum geht zu erkennen, welche Straßenschilder für sie als Fahrradfahrer gelten. Nach gut zwei Stunden ist die Fahrradtour beendet.

Teilnehmende Senioren sind begeistert und lernen viel

Die Teilnehmenden sind begeistert und haben eine Menge gelernt. So wie Dorothee Illerhus. Sie fährt viel Fahrrad und meint: "Ich nehme eine Menge mit, wie ich mich richtig an einigen Stellen verhalten muss!"

Mehrere Personen biegen auf ihren E-Bikes hintereinander in eine Straße ein.

Zehn Kilometer ging es für die Senioren durch Reken

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Und Herbert Gewert fügt hinzu: "Vor allem die Schilder richtig zu lesen, oder auch zu erkennen, wo die Wege noch nicht richtig ausgeschildert sind, fand ich wichtig!"

"Ich habe gelernt, dass ich mehr auf die Schilder achten muss. Also nicht so zu fahren wie ich will, sondern wie ich muss!" Brigitte Gerwert, Teilnehmerin Seniorenradeln Reken

Und dann hat Gerwert noch eine Idee: "Vielleicht sollte deshalb beim nächsten Mal ein Mitarbeiter vom Ordnungsamt mitfahren. Dann kann man die Sachen direkt vor Ort ansprechen!"

Unsere Quellen:

  • Interview mit Anja Saure, Kreispolizei Borken
  • Interview mit Teilnehmenden des Seniorenradelns in Reken
  • Eindrücke des Reporters vor Ort

Sendung: WDR.de, So will die Polizei im Kreis Borken die E-Bike-Unfälle reduzieren, 03.09.2026, 05:03 Uhr

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